Chronik | Burgenland
05.12.2011

Alkolenker und Rennmofa aus Verkehr gezogen

Eine landesweite Schwerpunktaktion der Polizei in der Nacht auf Samstag führte zu 55 Anzeigen.

Im Einsatz gegen Alko- und Drogenlenker setzt die Polizei im Burgenland seit Jahren auf Schwerpunktaktionen, die zuvor in den Medien angekündigt werden. Dadurch erwartet sich die Exekutive eine "Sensibilisierung der Lenker sowie eine nachhaltige Bewusstseinsbildung". Dennoch gehen bei den Kontrollen immer wieder schwarze Schafe ins Netz. In der Nacht auf Samstag mussten zehn Verkehrsteilnehmer ihren Führerschein abgeben, zog das Landespolizeikommando Bilanz.

29 Streifen der Landesverkehrsabteilung, der Autobahnpolizei und des Stadtpolizeikommandos Eisenstadt beteiligten sich an dieser "Aktion scharf", die am Freitag um 18 Uhr begann und bis Samstag, 4 Uhr Früh dauerte. 664 Fahrzeuglenker wurden auf Burgenlands Straßen zu einem Alkovortest aufgefordert, 24 wurden außerdem mittels Alkomat überprüft. Der höchste Wert wurde in Eisenstadt gemessen: Ein Alkolenker war in der Landeshauptstadt mit 1,9 Promille unterwegs. Insgesamt setzte es 55 Anzeigen, dazu kamen noch 89 Strafmandate wegen diverser Verkehrsdelikte.

Die Beamten hatten jedoch nicht nur Autos im Visier: In Limbach (Bezirk Güssing) kam ein Moped-Rollenprüfstand zum Einsatz. Dabei erreichten zwei Mofas Geschwindigkeiten von 111 und 92 Stundenkilometern. Die beiden Lenker waren daraufhin ihre Zulassungen und die Kennzeichen los. Ohne Papiere und ohne Nummerntafel war dafür der Lenker eines "Rennmofas" unterwegs, den die Gesetzeshüter ebenfalls in Limbach stoppten. Ihn erwartet nun eine Anzeige.