© Heike Kroemer

Chronik Burgenland
12/05/2011

64-Jähriger lag tagelang tot in Wohnung

Die Leiche des Eisenstädters wies deutliche Verwesungsspuren auf. Die Polizei geht nicht von Fremdverschulden aus.

Für Aufsehen sorgte Mittwochmorgen ein Großaufgebot der Einsatzkräfte in der Eisenstädter Bahnstraße. Briefträger und Hausbesorger hatten Alarm geschlagen, weil ein alleinstehender Mann seit Tagen nicht mehr gesehen worden war. Ein Fenster seiner Wohnung stand längere Zeit offen, die Post türmte sich.

Als die Feuerwehr die Tür aufbrach, schlug ihr übler Geruch entgegen. Der 64-Jährige dürfte bereits vor Tagen gestorben sein. Die Leiche des Mannes wies deutliche Verwesungsspuren auf. "Wir gehen derzeit von keinerlei Fremdverschulden aus. Der Wohnungslokalaugenschein weist auf keine Fremdeinwirkung hin", erklärt ein Kriminalbeamter.

Aufgrund des Zustandes des Leichnams und des Umstandes, dass in Eisenstadt kein Amtsarzt zur Verfügung stand, wurde der Tote zur Leichenbeschau ins Krankenhaus gebracht. Ob der Leichnam obduziert wird, soll danach entschieden werden. Die Beamten gehen aber davon aus, dass der Mann an einem Herzinfarkt gestorben sein dürfte.

Der durchaus sportliche Eisenstädter galt als Eigenbrötler. Nachdem er in seiner Jugend mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war, saß er längere Zeit im Gefängnis ein. Laut Angaben der Polizei soll er auch einige Zeit bei der Fremdenlegion verbracht haben. Seit wenigen Jahren wohnte er in der Bahnstraße.