Chronik | Burgenland
05.12.2011

14-Jährige von Hund attackiert

Ein streunender Hund fiel ein Mädchen aus Parndorf an und biss sie mehrmals. Die 14-Jährige wurde im Spital behandelt.

Das Mädchen hatte Glück im Unglück. Die Sache hätte viel schlimmer enden können", sagt Luc Bastian, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Kittsee. Eine Patientin, ein 14-jähriges Mädchen aus Parndorf, Bezirk Neusiedl am See, war am Samstagabend mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Geschwister auf einem Feldweg in Parndorf spazieren, als das Unglück passierte.

Ein Hund sprang laut Polizei plötzlich aus dem Feld. Das Tier fügte der Jugendlichen an den Unterarmen, beiden Oberschenkel sowie am Bauch mehrere Biss- und Kratzwunden zu. Nach dem Angriff ließ der Hund von dem Mädchen ab und suchte das Weite.

Die Mutter des Mädchens beschrieb den Hund als "Pitbull-Mischling". Bei dem Vierbeiner soll es sich dem Vernehmen nach um einen herrenlosen Hund handeln. "Wenn die Eltern nicht dabei gewesen wären und das Mädchen sich nicht gewehrt hätte, hätte der Hund vermutlich nicht so schnell von seinem Opfer abgelassen", sagt Bastian. Die Schülerin wurde im Spital ambulant versorgt. Ihr werden nach Einschätzung des Mediziners nach den Hundebissen zwei kleine Narben bleiben.

Streuner

Streunende Hunde seien in Parndorf immer wieder ein Problem, wie Bürgermeister Wolfgang Kovacs erklärt. Vor allem ein Rottweiler soll bereits des öfteren im Dorf herumgelaufen sein. "Es gibt Bewohner, die sich fürchten. Wir haben uns schon an die Polizei gewandt und mit den Besitzern gesprochen", sagt Kovacs.

Auch Andrea Prikler, Tierärztin in Parndorf, weiß um die Problematik Bescheid. "Vor allem am Land lassen Hundebesitzer ihre Tiere oft ohne Leine und Beißkorb rennen. Die Leute unterschätzen aber ihre Hunde und überschätzen ihre eigene Kontrollmöglichkeit über den Hund." Die Veterinärmedizinerin rät bei einer Hundeattacke, sich ruhig zu verhalten. "Keinesfalls sollte man dem Hund in die Augen schauen, davonlaufen oder schreien."