135 Millionen Euro für neues Spital

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Foto: MANFRED IMRE/manfred imre Weil die Sanierung des 1981 erbauten Spitals finanziell zu riskant scheint, kommt ein Neubau. Was mit dem Altbau passiert, ist noch offen

Erste Kostenschätzung durch Finanzlandesrat, Finanzierung und Umsetzung erfolgt wohl mit Partnern.

2014 ist ein Jahr der Superlative – neben der größten Verfassungsreform seit 1945 steckt mit dem Neubau des Krankenhauses Oberwart auch das teuerste Einzelprojekt in der Geschichte des Landes in der Pipeline. Im ersten Quartal soll die Landesregierung den Beschluss fällen. Die Entscheidung solle „so rasch wie möglich“ fallen, erneuerte SPÖ-Gesundheitslandesrat Peter Rezar seine „eindeutige Präferenz für einen Neubau“, um sich für „die nächsten 30 bis 40 Jahre zu positionieren“.

Finanzlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) hat am Freitag am Rande seines  Ausblicks auf die Landesfinanzen auf KURIER-Nachfrage eine grobe  Einschätzung der Kosten und möglicher Finanzierungsvarianten unternommen. Der Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Spital könnte rund 135 Millionen Euro kosten, davon 100 Millionen fürs Krankenhaus, der Rest für Logistikzentrum u.a. Damit wäre das neue Spital nicht wesentlich teurer als die viele Jahre favorisierte Generalsanierung, für die zuletzt 100 Millionen Euro geschätzt wurden. Seit der Aufsichtsrat der Krankenanstaltengesellschaft (Krages) dem Land als Eigentümer Mitte November einen Neubau empfohlen hat, ist die Sanierung de facto vom Tisch.

Für  Finanzierung und Umsetzung gibt es „einen Mix an  Möglichkeiten“, erläuterte Bieler, der im Aufstellen der Gelder „nicht das große Problem“ sieht. Neben dem Land kommen private Partner  und die Europäische Investitionsbank als Financiers in Frage.   Das Land hat aus der  Veranlagung seiner Beteiligungserlöse rund 235 Millionen Euro lukriert. 100 Millionen flossen in den Kauf der Begas-Mehrheit, noch einmal so viel wurden in Landestöchter investiert. Aktuell sind knapp 30 Millionen Euro verfügbar. Nicht zu vergessen: Die erwartete Grawe-Nachzahlung von rund 50 Millionen Euro ans Land   nach dem  Beihilfeverfahren zum Verkauf der Bank Burgenland.

Denkbar ist aber auch, dass  ein Partner das Spital baut und die Krages Mieter wird. Als ein möglicher Partner ist die Vamed im Gespräch. Bieler bestätigt das, aber fixiert sei noch nichts, denn: „Das muss  ausgeschrieben werden“.

(Kurier) Erstellt am
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