In Müllendorf sollen die Burschen Autotanks aufgebohrt haben

© FF Müllendorf

Jugendbande
10/14/2013

100 Delikte „aus Langeweile“

Für mehr als hundert Delikte werden fünf Mitglieder einer Jugendbande verantwortlich gemacht.

von Theresa Gsellmann

Diebstähle, Vandalismus, Betrug: Die Burschen im Alter von 15 bis 18 Jahren schreckten vor nichts zurück, zuletzt auch nicht vor roher Gewalt. Wenige Tage vor ihrer Verhaftung durch Beamte des Stadtpolizeikommandos Eisenstadt sollen die Jugendlichen mehrere Passanten in Eisenstadt attackiert und dabei verletzt haben, der KURIER hat berichtet. Als die Polizei schließlich einschritt, drohten die Halbstarken auch den Beamten.

Die jungen Männer seien teilweise geständig, hieß es. Im Zuge der Vernehmungen konnte die Polizei viele ungeklärte Straftaten klären. Fast hätte die Bande auch das E-Bike-Projekt in Eisenstadt zu Fall gebracht. „Sie haben immer wieder Räder beschädigt oder mitgenommen und irgendwo liegen lassen“, schildert Günter Hauer, stellvertretender Kommandant des Stadtpolizeikommandos. Der Probebetrieb der E-Bikes ist aber mittlerweile schon wieder angelaufen, zehn Räder stehen zur Verfügung, neun weitere folgen demnächst. Die Reparatur der in erster Linie vermutlich von der Jugendbande demolierten Räder hat in Summe rund 3000 Euro gekostet.

In Müllendorf hatten sich die Jugendlichen im Sommer als falsche Polizisten ausgegeben und auf dem Bahnhof Autotanks aufgebohrt und Treibstoff abgezapft. Die Polizei war ihnen damals schnell auf der Spur, die Jugendlichen wurden angezeigt.
Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um Arbeitslose und Schulabbrecher aus dem Raum Eisenstadt. Ihr Motiv: Langeweile. „Sie hatten schon unzählige Anzeigen, aber da ihnen nie mehr passiert ist, haben sie immer weitergemacht“, sagt Hauer.

Die Bande bestand aus mehr als zehn Burschen. Verhaftet wurden fünf, es soll jedoch mehrere „Mitläufer“ gegeben haben. „In unterschiedlichen Konstellationen haben sie die Taten dann verübt“, sagt Hauer. Polizeisprecher Wolfgang Bachkönig rechnet damit, dass im Zuge der Ermittlungen noch mehr Straftaten ans Tageslicht kommen werden.

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