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Chronik 65Jahre
10/16/2019

Blick von außen: Der Leserbeirat

Seit Mai begleitet ein zwölfköpfiger Leserbeirat die KURIER-Redaktion und liefert wertvolle Hinweise, Anregungen und Ideen.

von Herbert Gartner

Am Anfang der Überlegungen standen die ewigen Fragen: „Was wollen unsere Leser und wie zufrieden sind sie mit dem, was wir bieten?“ Hinweise kann die Meinungsforschung geben, doch sind die dafür notwendigen Untersuchungen langwierig, teuer und geben meist nur eine Momentaufnahme. Daher die Idee: Wir gründen einen Leserbeirat und kommunizieren damit direkt mit einer Gruppe von Konsumenten.

Nach einem Aufruf in der Zeitung meldeten sich Dutzende Leserinnen und Leser, die bereit waren, ehrenamtlich mit zu machen. Aus dieser Gruppe wurden letztendlich zwölf Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt.

Hauptkriterien bei der Kür waren: Die Gruppe sollte möglichst aus allen Bereichen der Bevölkerung kommen, altersmäßig breit gestreut sein und insgesamt in etwa die Leserstruktur des KURIER widerspiegeln.

Das Ergebnis: Das jüngste Mitglied des Beirats ist 15, das älteste 68 Jahre alt (siehe unten). Insgesamt besteht der Beirat aus zwölf Mitgliedern, fünf davon sind Männer, sieben Frauen, die aus den unterschiedlichsten Berufen kommen: Lehrer, Schüler, Physiker, Unternehmer, Pensionist, Manager, Erwachsenenbildner und Consulter.

Die Aufgaben: Der Leserbeirat begleitet in dieser Formation die KURIER-Redaktion ein Jahr lang. Die Beiräte machen Themen-Vorschläge, sagen wie sie mit den redaktionellen Angeboten von Print und online zufrieden sind, kritisieren aber auch und geben damit der Redaktion wertvolle Hinweise. Zudem werden sie bei neuen oder Änderungen von bereits bestehenden Produkten einbezogen und können somit den Produktentwicklern auch das erwünschte Feedback von außen geben.

Die Namen der Beiräte: Irmgard Bauer, Claus Fronius, Herta Glatzl, Reinhard Graser, Klara Kotai-Szarka, Helmut Kraiger, Sibylle Marian, Bernhard Mingler, Helga Renyi, Traude Resch, Erich Seidl, Emilia Tscherne.

Die Jüngste will "Infos, aber auch Lösungen"

Sie wurde vor Kurzem 15 Jahre alt, lebt bei ihren Eltern in Wien und besucht die 5. Klasse der Sir-Karl-Popper-Schule für Hochbegabte. Emilia Tscherne ist aber nicht nur begabt, sondern auch vielseitig engagiert. Sie interessiert sich für Politik ebenso wie für den Klimaschutz. Sie unterstützt die „Fridays for Future“-Bewegung, ist aber auch offen für anderes. Was möglicherweise am  familiären Hintergrund liegen könnte. Ihre Mutter ist Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Ihr Vater betreibt eine Künstleragentur und war als Schauspieler und Regisseur tätig.

Bei  Medien – sie nutzt online und Print – ist ihr eines wichtig: „Ich will nicht nur wissen, was los ist, sondern auch interessante Lösungen geboten bekommen.“ Das ist ein Grund, warum sie sich beim KURIER-Leserbeirat engagiert. Als jüngstes Mitglied. Emilia Tscherne: „Ich war zunächst erstaunt, dass es so etwas  gibt, und freue mich umso mehr darüber, dass ich mitmachen darf und dass auch meine Meinung gehört wird.“

Die Älteste wünscht sich "politikfreie Titelzeile"

Den KURIER liest die 68-jährige Wienerin Herta Glatzl seit Kindheitstagen, denn  „meine Mutter war Abonnentin“. Wobei sie das Gedruckte nach wie vor vorzieht. Auch wenn die beiden Söhne und auch die Enkelkinder (fünf hat sie insgesamt) eher die Online-Versionen nutzen.

Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist die Malerei. Und weil ihr das so viel Spaß macht, unterrichtet sie als Dozentin an einer Volkshochschule Aquarell–Techniken und Kunsthandwerk. Und bei Letzterem weiht sie Interessierte auch in die Papierherstellung ein. Womit wir wieder bei der Zeitung wären.

Am KURIER-Leserbeirat schätzt sie – Herta Glatzl ist das älteste Mitglied –  „dass man in entspannter Atmosphäre alles sagen kann“.

Eine Schlagzeile, die sie sich nach den umfangreichen Wahlkampf-, Wahl- und Nachwahlberichterstattungen wünscht: „Einen Tag ohne innenpolitische Titelzeile und dafür eine Story über das Thema, wie viel die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer dem Staat ersparen.“

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