© Universal Pictures

Zurück in die Zukunft
12/28/2014

Wusste Marty McFly Bescheid?

Vor dreißig Jahren reiste Michael J. Fox als Marty McFly in "Zurück in die Zukunft" ins Jahr 2015.

2015 ist das Jahr, in das Michael J. Fox in "Zurück in die Zukunft" mit seiner Zeitmaschine von 1985 aus reiste. Den Machern gelangen einige faszinierende Prognosen - mit vielen lagen sie enttäuschenderweise aber auch weit daneben.

Hoverboards gibt es nämlich immer noch nicht. Die Skateboards ohne Räder, die über dem Boden schweben, blieben eine Erfindung aus dem Film "Zurück in die Zukunft II".

Smartphones jetzt mal ausgenommen, muss man rückblickend Richtung 2015 sagen: So sehr Zukunft, wie man es sich 1985 vorstellte, ist 2015 dann doch nicht. Zur Verteidigung von Drehbuchautor Bob Gale sei aber noch erwähnt: In den Achtzigern waren die Fünfziger so lange her wie heute die Achtziger.

20 Fakten zu "Zurück in die Zukunft"

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Außerdem haben wir zugegebenermaßen noch etwas Zeit, weil Marty mit dem DeLorean erst am 21. Oktober 2015 landete. Aber werden in den paar Monaten wirklich noch Schuhe Alltag, die sich selbst zuschnüren und Jacken, die sich der Größe anpassen und sich automatisch trocken blasen? Wohl kaum. Immerhin: Das US-Start-up Hendo hat angekündigt, rechtzeitig zum Stichtag ein eigenes Hoverboard auf den Markt bringen zu wollen. Über den Asphalt schweben wie im Film, wird man damit aber nicht können. Das Hoverboard von Hendo nutzt Elektromagneten und braucht zum Schweben eine spezielle Oberfläche.

Nimm ein vollautomatisches Sackerl fürs Gackerl

Auch, dass bis dahin Roboter mit Hunden Gassi gehen, alle Türklinken durch Fingerabdruckleser ersetzt werden, sich Rohlinge innerhalb von fünf Sekunden im "Hydrator" zur dampfenden Pizza verwandeln, oder wir 2015 plötzlich fliegenden Autos begegnen, wird Science-Fiction bleiben.

Dabei war letzteres eher ein Scherz. "Uns war klar, dass in 30 Jahren nicht überall Autos rumfliegen", sagte Drehbuchautor Bob Gale schon vor fünf Jahren. "Aber hey, es ist ein Film über die Zukunft und da braucht man fliegende Autos!" Die Kinowerbung mit"Der Weiße Hai 19"war auch so ein Spaß, zumal als Regisseur Max Spielberg angegeben war. Steven Spielbergs Sohn war 1985 gerade geboren. Vom Horrorfilm mit dem Hai gab es auch nur vier Teile - und vor allem nach dem vierten hat wirklich keiner weitere vermisst.

Ein Schwarzer als Bürgermeister?

Im Gegensatz zu einem vierten Teil von "Zurück in die Zukunft". Aber trotz Gerüchten gibt es keinerlei Anzeichen. Christopher Lloyd, "Doc Brown" ("eigentlich hieß meine Familie von Braun"), ist 76 und Michael J. Fox von Parkinson gezeichnet. Er hatte im ersten Film einen 17-Jährigen gespielt, war aber schon 24. Crispin Glover, sein Filmvater, ist drei Jahre jünger. Der erste Film lebte von Witzen wie "Wer zum Teufel ist John F. Kennedy?" oder "Ein Schwarzer als Bürgermeister? Wo gibt es den so etwas?" Nicht im Jahre 1955.

Der Blick ins Jahr 2015 gelang manchmal überraschend gut. Im Film hängen überallFlachbildschirmean der Wand - das ahnte damals nun wirklich niemand. Jeder kommuniziert mit anderen überVideotelefoniea la Skype und ein Display zeigt vorher an, wer anruft. EinApple im Antiquitätenladen?Die ersten Computer der Kalifornier sind heute beliebte Sammelstücke."Surf Vietnam"steht auf einem Plakat und zehn Jahre nach Ende des Vietnamkrieges schien ein Strandurlaub im Ex-Feindesland geradezu absurd. Heuten fliegen Tausende Amerikaner zum Urlaub in das sozialistische Land. Und auch einevon Asiaten geprägte Weltwirtschaftsahen die Filmemacher schon voraus.

Wir sind die Roboter

Aber manchmal lagen sie doch meilenweit daneben. So pünktlichen Regen ("es hört in vier Sekunden auf") gibt es noch immer nicht und die Inflation ist auch noch nicht so weit fortgeschritten ("Hast Du mal einen Fünfziger? Ich will mir eine Pepsi kaufen."). Der Tankwart wurde durch Roboter ersetzt? Nein, der Tankwart wurde durch den Kunden ersetzt. Mobiltelefone, Smartphones? Fehlanzeige, Marty und Doc kommunizieren per Walkie-Talkie. Und das Internet? Im Film bekommt Marty die Nachricht von seiner Kündigung per Fax. Per Fax!

Und auch bei derKleidunglagen die Filmemacher daneben. Nicht nur, dass die ultramoderne Automatikkleidung nicht in den Läden hängt. Die Männer tragen auch nicht zwei Schlipse nebeneinander und die Jugendlichen nicht die Hosentaschen nach außen. Aber wenn man sich Modetrends so anguckt: So schlecht ausgedacht ist das gar nicht.
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