Was kommt nach Lady Gaga?

Diese zwei Namen werden einem im heurigen Pop-Jahr des Öfteren um die Ohren fliegen: Natalia Kills und Jessie J.

Was kommt nach Lady Gaga? Der Weltuntergang für die Plattenfirma Universal? Nein, wohl eher nicht. Aber die Verantwortlichen suchen schon jetzt nach einer potenziellen Erbin der Pop-Krone. So wie es aussieht, ist man bereits fündig geworden. ... ... Natalia Kills nennt sich zum Beispiel so eine Pop-Zukunftshoffnung. Die nötigen Voraussetzungen bringt sie auf jeden Fall mit: Sie ist hübsch - und zielstrebig obendrein. Das ist schon mal die halbe Miete, denn das Musikbusiness ist ein hartes Geschäft. Das bekommen die Jugendlichen ja via TV-Casting-Sendungen ständig um die Ohren gehauen. Was zählt sind Disziplin, Disziplin und noch einmal Disziplin. Und... ... ein bisschen Talent. Dieses bringt die US-amerikanische Sängerin auch mit. Musikalisch wildert sie im Revier von Lady Gaga. Aber nicht nur der Sound ist eine Parallele zur amtierenden Pop-Königin, denn beide Sängerinnen wurden im Jahr 1986 geboren, sind berüchtigt für ihre extravaganten wie sexy Outfits und einer Leidenschaft für düstere Glamour-Ästhetik. Das Video zu "Mirrors" erinnert dann an eine SM-Show - siehe Link unten. Angesichts einer niedergehenden Musik-Industrie sind Künstler also selbst gefordert, sich entsprechend in Position zu bringen und zu vermarkten. "Ich bin eine Perfektionistin, möchte immer die Beste sein", sagt Natalia Kills und bringt damit die besten Voraussetzungen mit. In Sachen gut inszenierter Selbstdarstellung und Sex-Appeal ist es mit dem Welterfolg nur mehr eine Frage der Zeit. Mit bürgerlichem Namen heißt die Tochter eines Jamaikaners und einer Uruguayerin übrigens Natalia Cappuccini. Aber Hallo! "Mirrors" nennt sich die erste Single von Kills, ein Song der an den Electro-Pop-Rausch der Eurythmics erinnert. Dass ihre Stimme live nicht auf irgendwelche Effekte angewiesen ist, stellte sie zum Beispiel bei einem Unplugged-Auftritt unter Beweis – siehe Link unten. Natalia Kills' Debütalbum "Perfectionist" erscheint im April.  Danach wird sich wohl ihr Traum erfüllen, ein Popstar zu sein. Vier Jahre lang arbeitete Natalia Kills bei der BBC vor der Kamera, war im Radio zu hören und steuerte diverse Songs zu Filmsoundtracks bei. In Interviews betont Kills stets ihr Eigenständigkeit. Sie schreibe die Songs selbst und wolle auch kein Charts-Püppchen sein.  Sie hat auch bereits einen berühmten Fürsprecher: Will.I.Am. Der Rapper der Black Eyed Peas hat ihr angeblich auch den Plattenvertrag besorgt. "Es gibt Mädchen, die unbedingt Prinzessin sein wollen, wenn sie groß sind", erklärt Natalia Kills. "Ich hingegen wollte schon immer Teil einer richtig fiesen Girl-Gang sein." Der durchgeknallte Star-Blogger Perez Hilton sagt über sie auch nicht das Schlechteste: "We love her music! We love her style! We love her!" Die Chancen für eine schnelle Karriere stehen auch bei einer gewissen Jessica Ellen Cornish alias Jessie J ganz gut.  Die bei den Brit Awards mit dem "Critic's Choice Award" ausgezeichnete Sängerin stürmte bereits mit ihrer Single "Price Tag ft. B.o.B." die Charts. In Sachen Selbstinszenierung und Sex-Appeal kann sie zwar mit Natalia Kills nicht ganz mithalten, dafür wirkt die 1988 im britischen Essex geborene und mit einem messerscharfen Pony ausgestattete Sängerin nicht überdreht genug. Aber musikalisch hat die von der BBC zur Newcomerin des Jahres 2011 gewählte Singer/Songwriterin einiges zu bieten. Sie schrieb zum Beispiel bereits Songs für Chris Brown, Christina Aguilera, Justin Timberlake und Miley Cyrus. In ihrer Heimat wird die 22-Jährige als Großbritanniens Antwort auf Lady Gaga gesehen. Ihr Debütalbum "Who You Are" (Universal) wird im Mai veröffentlicht. Darauf mischt sie Pop-Elemente mit Rap-Einlagen. Live kehrt sie aber gerne auch mal die sanfte Soul-Stimme hervor und gibt - begleitet von einer Lagerfeuergitarre - die Stimmungskanone (siehe Link unten).
(KURIER.at / mawe) Erstellt am
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