Sunrise Avenue: Kein böses Märchen
Spätestens seit "Fairytale gone bad" erschallen die Songs von
Sunrise Avenue auch in den großen Formatradios. Das Märchen (engl. Fairytale) der fünf Finnen ist bisher ganz und gar nicht schiefgegangen. Am Wochenende begeisterte die Rockband am Ende ihrer Herbsttournee die österreichischen Fans in Wien. Aufgrund der großen Nachfrage war das Konzert von der Arena in das größere Gasometer verlegt worden.
Fast zwei Stunden lang spielten die fünf Jungs Lieder vom neuen Album "Out of Style". Für die daraus stammende Single "Hollywood Hills" wurden sie vor dem Konzert mit Platin ausgezeichnet. Aber auch bewährtes Material wie "Fairytale gone bad" oder "Destiny" begeisterte das Publikum. Auf ihrer Frühjahrstour werden Sunrise Avenue am 5. März wieder in nach Österreich kommen - und zwar nach Linz.
Wir trafen Samu Haber, Frontman und Mastermind der Band, unmittelbar vor ihrem Wien-Konzert zum Interview.
KURIER: Sunrise Avenue erleben gerade mit dem neuen Album "Out of Style" Höhenflüge. Wie schafft ihr es, am Boden zu bleiben?
Samu Haber: Es steckt viel Arbeit hinter einem Album, bis es fertig ist, wir sind viel unterwegs und haben das große Glück, das zu machen, was uns wirklich Spaß macht. und das ist: Musik machen.
Haben Sie sich mittlerweile an das Berühmtsein und die kreischenden Fans gewöhnt?
Sicher kennen uns jetzt mehr Menschen, aber wir sind immer noch die gleichen Jungs, wie zuvor. Wir laufen jetzt auch nicht gerade mit einem Sunrise Avenue T-Shirt durch die Straße und sagen: "Hier sind wir". Wir denken darüber auch nicht wirklich nach.
Gibt es auch eine negative Seite in Ihrem Leben?
Es gibt überall "Ups and Downs" aber das ist normal und gehört zum Leben dazu.
Was wäre zum Beispiel ein Down?
Wenn du nur Pizza essen gehen willst und es wird ein Foto von dir gemacht, wie du gerade isst. Das ist dann nicht so toll.
Gibt es eigentlich große Unterschiede von Fan zu Fan?
(lacht) Ja, die gibt es. Manche haben braune, manche schwarze Haare.
Die Frage war eher auf den Unterschied zwischen Fans und Groupies bezogen.
Es gibt solche und solche. Wenn du ins Hotel fährst, kann es schon einmal vorkommen, dass sie dir nachfahren aber du lernst damit nach einer Zeit umzugehen. Du redest mit Ihnen, schaust aber gleichzeitig, dass du nicht zu viel von deinem Privatleben erzählst. Aber unsere Fans, die zu unseren Shows kommen unterstützen uns wirklich großartig und wir freuen uns immer, wenn wir sie wieder sehen.
Bekommt ihr das auf der Bühne überhaupt mit, dass eure Fans die Lieder kennen und mitsingen?
Man bekommt das auf alle Fälle mit und ich mag das auch sehr gerne. Man sieht dann, dass ihnen die Songs gefallen und das freut uns natürlich sehr.
Bei Ihrem neuen Album "Out of Style" waren sie zum ersten Mal auch der Executive Producer des Albums. Wie wichtig war es für Sie freie Hand bei der Gestaltung des Albums zu haben?
Es war schon sehr wichtig für uns und auch für mich. Die Leute beim Plattenlabel sind großartige Leute, aber wir wollten das Album so machen, wie wir es wollten und nicht sie. Es ist komplett was anderes, wenn du die Songs für das Album schreibst und keiner sagt dir, dies oder jenes muss noch geändert werden. Ich finde das sehr wichtig, auch für den weiteren Verlauf der Band und die weitere Zukunft. Die Beatles hatten auch keinen im Studio, der ihnen sagte, was zu tun ist.
Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Songs?
Das Reisen hilft sehr viel. Da hast du viel Zeit für dich und deine Gedanken. Ein Lied kann dir auch schon einmal in einem Hotelzimmer einfallen.
In dem Song "Sex and Cigarettes" singen Sie über die unterschiedlichen Typen von Menschen. Welcher Typ sind Sie?
(lacht) Ich stehe auf Sex und Zigaretten und natürliche Frauen. Mir gefallen keine aufgespritzten Lippen oder Silikonbrüste.
Was fällt Ihnen eigentlich als erstes ein, wenn Sie an
Österreich denken?
Skifahren. Ich mag die Berge und werde im Jänner zurück nach Österreich kommen. Außerdem mag ich eure Festivals, wie NovaRock oder das
Donauinselfest.
Die Finnen sind gut im Skispringen, Motorsport, Eishockey und viele erfolgreiche Künstler kommen auch aus Finnland. Gibt es irgendetwas was ihr nicht könnt?
Wir können nicht Fußball spielen und tanzen.
Können nur die Finnen nicht tanzen?
Ich finde, dass Jungs generell komisch tanzen, aber finnische Jungs, die tanzen, sind glaub' ich das schrecklichste, was es gibt.
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