Memes der Woche: Die MaHü bewegt überall

In unserer Serie zeigen wir neue Memes und wie die Ereignisse der Woche im Internet kommentiert wurden. Diesmal: Die neue FuZo in der Mariahilfer Straße.

"Was hat denn die Mariahilfer Straße in den 'Memes der Woche' verloren?", werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Immerhin sind Sie es gewohnt, dass hier die neuesten Internet-Memes vorgestellt werden. Auf die Niederungen der Wiener Verkehrspolitik sind wir an dieser Stelle bisher jedenfalls noch nicht eingegangen. Es ist aber mittlerweile Tradition, dass wir in unserer Serie auch die wichtigsten Themen der Woche Revue passieren lassen und ihnen eine neue Seite abgewinnen. Und da finden sich auch zum Thema Mariahilfer Straße einige Beiträge im Netz, die es wert sind, gezeigt zu werden. So kursierte auf Facebook dieses von einem User namens "Sibirischer Schneetiger" gepostete Bild. In klassischer Meme-Form wird darin gezeigt, was die Fahrgäste, die Grünen, die Fußgänger und die ÖVP glauben... und wie die Situation in der Mariahilfer Straße sich tatsächlich darstellt. Die Busfahrer der Wiener Linien reagierten besonders verschnupft auf die Busspur, die ohne bauliche Trennung direkt durch die Fußgängerzone führt. Auch die Reaktion vieler Wiener, die nicht jeden Tag durch die neue MaHü fahren, könnte durchaus auch von Grumpy Cat stammen, um im Meme-Duktus zu bleiben: Dinge, die ich mag? Nichts... Veränderung ist eben nicht jedermanns Sache. Was originäre Internet-Themen betrifft, so kursierte diese Woche vor allem ein Blog im Internet: "Hot-Dog-Legs". Die Tumblr-Seite ging einer der brennendsten Fragen des Sommers auf den Grund. Sind die dünnen Beinchen aus der Ego-Perspektive tatsächlich solche, oder doch einfach nur Würstchen. Mehr Infos dazu gibt's hier. Memes der Woche 11. - 18. August: Endspurt mit sexy Walter 
Begleitet von großem medialen Echo, ist "Breaking Bad" vergangene Woche in den USA in die finalen Folgen der fünften und letzten Staffel gestartet. Auch in "Good Old Europe", wo Hauptdarsteller Bryan Cranston (Bild) als Hal aus dem in Dauerschleife laufenden "Malcom Mittendrin" bekannt ist, fand die Serie viele Anhänger. Nur wenige Stunden nach dem Start in den USA wurde die Serie hierzulande deshalb auf dem Sky-Kanal AXN gezeigt. Als Service... ... und weil die zeitnahe Ausstrahlung zum Original als wirksame Methode gegen illegale Downloads im Internet gilt. Der Hype um die Serie rund um den Chemielehrer Walter White, der mit seinem 99,1% puren Crystal Meth in das Drogengeschäft einsteigt, äußerte sich aber auch noch auf ganz anderem Weg: Dem Internet-Meme namens "Sexy Walter White". Auf der Internet-Seite quickmeme.com findet sich eine amüsante Sammlung von knisternden Anmachsprüchen, die jedem Chemielehrer die Schamesröte ins Gesicht treiben würden. Amüsant. Details zur Kult-Serie aus den USA finden sie in unserem Bildergalerie "Breaking Bad von A bis Z". Die aktuelle Staffel von "Breaking Bad" läuft jeden Dienstag um 21.00 auf dem Sky-Sender AXN. Ab Oktober soll dann auch die synchronisierte Fassung verfügbar sein. Memes der Woche 4. - 11. August. Tierische Tage mit viel Biss: Diese Woche ereilten den geneigten Internet-Nutzer gleich zwei Events tierischen - und somit epischen - Ausmaßes: Da war zum einen der (unvermeidliche) Weltkatzentag. Und zum anderen die sogenannte "Shark Week", die in den USA zu einer echten Freakshow mutierte. Was den Weltkatzentag am vergangenen Donnerstag betrifft, dürfte so ziemlich alles gesagt sein. Vielleicht noch so viel: Auch wenn der "Cat Content" allerorts zu finden war, so junge Kätzchen wie dieses putzige Exemplar können doch gar nicht nerven. Katzen sind eben wirklich zum Anbeißen. Womit wir beim eigentlichen Thema der dieswöchigen Ausgabe unserer Serie sind: der sogenannten "Shark Week". Der Name ist seit 1987 Programm des Discovery-Channel. Eine Woche lang zeigt der US-amerikanische Doku-Sender alles rund ums Thema Hai. In seiner 26. Auflage ist diese Programmwoche zum Kult gereift. Der Erfolg des Horror-Trash-Films "Sharknado" dürfte allerdings auch seinen Teil dazu beigetragen haben, dass die diesjährige Ausgabe mit gesteigertem Interesse der Internet-Community verfolgt wurde. Und so wurden die seriösen Dokumentationen über den faszinierenden Räuber der Weltmeere heuer vor allem von schrägem Klamauk begleitet.
Bild: Sitz des Discovery Channel in Silver Spring, Maryland.  Den Auftakt zur Shark-Show machte der Discovery-Channel selbst. Er sendete am vergangenen Samstag eine Fake-Dokumentation über Riesenhaie mit dem reißerischen Titel "Megalodon: The Monster Shark lives". Wie stern.de berichtet, brachte die Fake-Doku zwar Top-Einschaltquoten, aber auch jede Menge Kritik. Seinen Ruf als bestialischer Räuber, würde der Hai so jedenfalls nicht los werden, lautete der einhellige Tenor. Dabei zeigt jede Statistik: Haie sind nicht annähernd so schlimm, wie uns Hollywood, Sharknado, oder eben auch der Discovery Channel weismachen wollen. Abseits von reißerischen Dokus glänzte die Shark Week dieses Jahr aber vor allem in den sozialen Netzwerken. Unter dem Hashtag #sharkweek posteten Haifans jede Menge Katzen in Hai-Kostümen (wie passend), ... ... oder Hai-Memes. Passend zur Hai-Woche wurde auch der Sharkini ausgepackt. Der scharfe Badeanzug wurde von der US-Amerikanerin Aby Rulloda entworfen... ... und im Zuge der "Sharknado"-Welle bekannt. Bei aller Hai-Hysterie in Amerika, mit dem massig vorhandenen "Cat Content" können die großmäuligen Räuber noch immer nicht mithalten. Da helfen weder "Sharknado" noch die nicht minder schräg inszenierte "Shark Week". Memes der Woche 28. 7. - 4. 7. Klassik-Memes zur Festspielzeit: 
Der Sommer ist die Hochzeit der klassischen Musik. Ob Salzburg, Bayreuth oder Bregenz, wo Mozart's Zauberflöte dieses Jahr in einer fanstasievollen Inszenierung Premiere feierte - überall schallt klassische Musik in geballter Festspiel-Form aus den Opernhäusern (oder von der Seebühne). Dass klassische Musik auch an eher unerwarteter Stelle von Bedeutung ist, beweisen diese Memes. Anstatt auf die Kompositionen der berühmten Meister, konzentrieren sich die Macher darin aber lieber auf kleine Wortspiele:
"If it ain't baroque (broke), don't fix ist" - "Wenn es nicht barock (kaputt) ist, dann repariere es nicht". Klingt doch simpel. Und was macht Johann Sebastion Bach? Der bringt in Anlehnung an Justin Timberlake "sexy back". Auch Georg Friedrich Händel hat es demnach faustdick hinter den Ohren. "The Club Can't Even Händel (handle) Me Right Now" "Why are you Haydn (hiding) the truth from me?" - "Because you can't Händel (handle) it"  // Wieso versteckst du die Wahrheit vor mir?  Weil du die Wahrheit doch gar nicht verträst": Ob dieses Wortspiel als Anspielung auf den Status der drei Komponisten in der Welt der Klassik gedacht war, oder einfach nur, weil sich die Namen so gut dafür anbieten? Wohl eher Zweiteres. Memes der Woche 21. - 28. Juli. Die Hitzewelle erreicht das Netz:
Haben wir in der Schule nicht einmal gelernt, Österreich würde in der gemäßigten Klimazone liegen? Davon ist dieses Wochenende jedenfalls keine Spur. Die Temperaturen steigen und steigen. 40 Grad soll das Barometer am Sonntag anzeigen. Heißer war es in hierzulande noch nie. Natürlich stoßen solche Wetterextreme im Land des diplomatischen "Najo" nicht gerade auf Gegenliebe. Österreich ist da aber ausnahmsweise keine Ausnahme, sondern die Regel. Ganz Europa stöhnt unter der Hitzewelle. Auch im Internet finden die allzu sommerlichen Temperaturen wenig Freunde, wie diese Memes zeigen. Mancher glaubt sich schon im heißen Herzen Mordors und sieht zwei Hobbits einen Ring ins Zimmer werfen. Aber Grumpy Cat kann man's sowieso nie recht machen. Neben der Hitzewelle interessierte (zumindest die Medien) diese Woche aber nur ein Thema: Die Geburt des royalen Nachwuchses. George Alexander Louis heißt der jüngste Sprössling des britischen Königshauses. Das Ereignis, das zu Beginn vergangener Woche um die Welt ging, fand natürlich auch im Internet seine Entsprechung. Innerhalb kürzester Zeit fanden sich dutzende Memes, in denen die Geburt des kleinen George kommentiert wurde. Hier finden sie eine Auswahl gelungener Baby-Memes. Memes der Woche 14. - 21. Juli: Alternativen zum umstrittenen Rolling-Stone-Cover:
Der schwarz-gelockte Dzhokhar Tsarnaev auf dem Cover des Rolling-Stone-Magazines? Die Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe der US-Zeitschrift sorgte vergangene Woche für kontroverse Diskussionen. Der Zeitschrift wurde vorgeworfen, den wegen vierfachen Mordes angeklagten jungen Mann wie einen Rockstar zu verherrlichen. Viele stießen sich am melancholischen Gesichtsausdruck des in den Medien als Boston-Bomber bekannten 19-Jährigen. Manche glaubten gar, in dem Bild eine Ähnlichkeit zu Jim Morrison zu erkennen. Die Empörung über das umstrittene Cover veranlasste schließlich auch den Polizeifotografen Sean Murphy, der für die Massachusetts State Police die Festnahme dokumentierte, seine Aufnahmen zu veröffentlichen. Sie zeigen ein anderes Bild Tsarnaevs: Schwer verletzt und blutend ergibt er sich der Polizei (der KURIER berichtete). Im Internet wurde dem Unverständnis über das Rolling-Stone-Cover auf vielfältige Weise Ausdruck verliehen. Über Twitter, in Kommentaren und auf der Facebook-Seite der Zeitschrift machten die Menschen ihrem Ärger Luft. Ende der Woche kursierten schließlich Alternativ-Vorschläge zum Rolling Stones-Titelbild wie dieses Sujet auf diversen Blogs. Nach der Prämisse "wenn schon, denn schon",  wird hier die kalkulierte Sensation des Rolling-Stone-Aufmachers kritisiert. Dass Tsarnaev hingegen überhaupt auf dem Titelbild gezeigt wird und nicht eines seiner Opfer, wie dieser Cover-Vorschlag zeigt, sollte jedoch wenig Grund zur Aufregung geben, wie in diesem Leitartikel des renommierten Boston Globe zu lesen ist. Schließlich sind auch schon Joseph Stalin, Mao Zedong oder Adolf Hitler auf den Titelseiten großer englischsprachiger Magazine zu sehen gewesen, ohne dass dabei der Vorwurf der Verherrlichung erhoben worden wäre. Dass Tsarnaev ausgerechnet am Titel des Rolling Stone erscheine, sollte ebensowenig irritieren. Auch wenn normalerweise Rockstars von der Titelseite lächeln würden, hätte das Magazin eine lange Tradition, auch aktuelle Themen in Hintergrundberichten zu behandeln. So musste etwa der damalige General der US-Streitkräfte in Afghanistan, Stanley McChrystal, nach einem Bericht des Rolling Stone im Jahr 2010 zurücktreten. Problematisch sei hingegen tatsächlich die Aufmachung des Titelbildes. Der verträumte Blick auf der einen Seite, die Bezeichnung Bomber auf der anderen, die sogar den amerikanischen Gerichten vorgreife, da Tsarnaev  noch nicht rechtskräftig verurteilt ist und man deswegen nur vom mutmaßlichen Täter spricht, zeugt vom Kalkül, das hinter dem Cover steht: Man wollte einen Aufreger, man hat ihn bekommen.
Hier finden Sie weitere Alternativ-Vorschläge, wie das Rolling Stone Magazine seine Titelstory besser bebildern hätte können. Memes der Woche 7. - 14. Juli:  Wie Straches Facebook-Sperre im Internet kommentiert wurde. 
Die Sperre des Facebook-Profils von HC Strache sorgte Mitte dieser Woche nicht nur beim FPÖ-Chef für Verärgerung. In Internetforen gesellte sich neben Verwunderung aber auch noch eine gehörige Portion Schadenfreude. Bei Facebook hat man sich für die Aktion mittlerweile entschuldigt. Die Sperre des FB-Profils von HC Strache ist seit Donnerstagabend wieder aufgehoben (der KURIER berichtete). Der Grund ist indes weiter unklar. Für Alexander Höferl vom freiheitlichen Parlamentsklub lag auf Anfrage der futurezone die Vermutung jedoch nahe, dass Straches kritische Äußerungen zum NSA-Skandal den Ausschlag für die Sperre gegeben haben sollen.
Bild: FB-Seite "Blutgruppe HC Negativ" Auf Seiten von Facebook wurde das jedoch dementiert. "Die Sperre gewisser Funktionen wegen US- oder Facebook-kritischer Postings kann ausgeschlossen werden", teilte ein Sprecher am Freitag mit. Dieses Meme, das ein User auf Twitter postete, vermutet einen ganz anderen Drahtzieher (im Hintergrund rechts). Auch in der Facebook-Gruppe "Verein Freunde der Tagespolitik" nahm man sich der FB-Sperre Straches eher mit Humor denn Bestürzung an. In der Gruppe wurde eine Vielzahl an Bildern wie diesen gepostet, versehen mit mal bissigen, mal ironischen Kommentaren zur FB-Affäre der vergangenen Woche. Apropos NSA-Skandal: Ende vergangenen Monats soll Edward Snowden Gerüchten zufolge ja sogar in Wien gelandet sein. Die Falsch-Meldung eines österreichischen Satire-Magazins sorgte international für Aufsehen. Bernhard Angeler entschied sich daraufhin, Snowden wirklich am Wiener Flughafen zu empfangen. Am 3. Juli wurde ernst gemacht, Schild gepackt und zum Flughafen gefahren. Dass Evo Morales ausgerechnet an dem Tag mit seinem Flugzeug in Wien zwischenlanden musste, sollte sich als glücklicher Zufall herausstellen. Laut Angeler wurde das Bild bis dato über 500.000 Mal angesehen. Ein viraler Marketingerfolg für sein Unternehmen (man beachte das unauffällig unter "Mr. Snowden" platzierte Logo seiner Internetseite). Memes der Woche 24. Juni bis 30. Juni: Wendy Davis steht das durch:
Akribisch soll sich Wendy Davis auf ihren großen Auftritt vorbereitet haben. Immerhin musste die Senatorin beinahe elf Stunden Dauerreden durchstehen. Das Ziel: Die Verhinderung eines neuen Gesetzes im US-Staat Texas, das Abtreibungen extrem erschwert hätte.  Ihr Mittel: Der berühmt berüchtigte "Filibuster", der es der Minderheit in einem US-Senat erlaubt einen Gesetzesbeschluss zu verhindern oder zumindest extrem zu verzögern. Im texanischen Senat sind die Regeln dafür besonders streng. Der Redner darf nur über das Thema der Gesetzesänderung sprechen - in Washington haben Abgeordnete auch schon einfach aus einem Telefonbuch vorgelesen - und, viel wichtiger: Der Redner darf während der gesamten Dauer seines Filibusters nicht den Raum verlassen und muss stehen. Wie Spiegel online berichtet, soll sich Davis für ihre Rede deshalb nicht nur mit einem Katheter (!) und einem Korsett ausgestattet haben, sondern auch mit dem richtigen Schuhwerk - pinken Laufschuhen der Marke Mizuno. Mit Erfolg: Das Gesetz der Republikaner konnte nicht vor Mitternacht verabschiedet werden und scheiterte. Die beherzte Rede der Demokratin wurde nicht nur im Internet zahlreich kommentiert. Wie Spiegel online berichtet, soll sie auch der Schuhmarke Mizuno, (Bild eins) neue Verkaufsrekorde beschert haben. Und noch einen innenpolitischen Erfolg konnten die Demokraten in dieser Woche für sich verbuchen. Am Mittwoch erklärte der Supreme Court "das Gesetz zur Verteidigung der Ehe" für verfassungswidrig - und machte damit den Weg frei für die Homo-Ehe. Der Entscheidung war eine monatelange Kampagne von Homosexuellen-Organisationen vorangegangen. Unter anderem wollten Facebook-User ihrer Unterstützung Ausdruck verleihen, indem sie ihr Profilbild in ein adaptierte Version des ​Logos der Menschenrechtsgruppe „Human Rights Campaign“ (HRC) änderten. Und noch einmal USA. Dieses Mal als Nachtrag zu den letzten Wochen. Aber dieses Oktoberfest-Prism Hybrid-Meme konnten wir Ihnen einfach nicht vorenthalten. 
In der Vorwoche dominierte dafür die deutsche Innenpolitik. ... Obama, Spindelegger, Putin: Die Woche der deutschen Kanzlerin war auch so stressig genug. Auf die Aufregung mit "diesem Internet" hätte sie wohl getrost verzichten können. Stein des Anstoßes: Angela Merkels unglücklicher Sager bei einer Pressekonferenz mit Barack Obama. "Das Internet ist für uns alle Neuland", hatte Merkel dort auf die Frage eines Journalisten zum Spähprogramm Prism gesagt. Die Antwort im sogenannten Neuland folgte prompt und massiv. Innerhalb weniger Stunden wurden dutzende Memes verbreitet, sogar ein eigener Tumblr-Blog, wo die lustigsten Reaktionen der Internet-Nutzer hochgeladen wurden, wurde eingerichtet. Weitere Reaktionen finden Sie hier. Der Sager führte jedoch nicht nur zu Spott und Hohn. So meinte etwa Focus-Online Redakteur Peter Seiffert meinte in einem Kommentar, dass die deutsche Kanzlerin eigentlich recht habe. Auch wenn das World Wide Web 23 Jahre alt sein möge, "den nächsten Überwachungsskandal verhindern wir nicht, indem wir so tun, als ob wir schon alles wüssten." Peter Glaser sieht die Spott-Welle in seinem Kommentar auf futurezone.at gar als Ausdruck einer Spießergesellschaft der "Ewigmorgigen". Diese Tonlage ist immer wieder einmal zu hören, seit ewigen Zeiten. "Es ist der bräsige Ton der Auskenner, der Avantgarde der Hightech-Spießer." Mehr Memes und die gesammelten Reaktionen auf Angela Merkels #Neuland-Sager finden Sie hier. Memes der Woche 1. - 8. Juni: Um im Duktus der letzten Woche zu bleiben: Präsident Obama steht das Wasser aktuell bis zum Hals. Denn während in Mitteleuropa dem Hochwasser das Hauptaugenmerk galt, wurde die Online-Welt von einer ganz anderen "Katastrophe" erschüttert. Die Zeitungen Washington Post und The Guardian hatten von einem System mit dem Namen "PRISM" berichtet, über das sich der Geheimdienst NSA einen direkten Zugang zu Daten von Millionen von Nutzern bei großen Internetkonzernen verschaffen könne. Am Donnerstag räumte die Regierung außerdem ein, Millionen von Telefonverbindungsdaten zu sammeln. Laut Wall Street Journal sollen auch die Transaktionen von Kreditkarten überwacht werden. Die Maßnahmen stießen weltweit auf Kritik. Die Huffington Post titelte "George W. Obama" mit einer Bildmontage aus dem ungeliebten ehemaligen und dem aktuellen Präsidenten der USA.   Obama verteidigte indes die Überwachung. Angesichts der Bedrohung durch Terroristen müsse die Gesellschaft eine Abwägungsentscheidung treffen. "Man kann nicht 100 Prozent Sicherheit und 100 Prozent Privatsphäre und null Unannehmlichkeiten haben." Dass die internetaffinen Meme-Generatoren und Nutzer ausgerechnet beim Thema Datenschutz nicht mit sich spaßen lassen, liegt auf der Hand. Und das nicht nur, weil die Urheberrechtsfrage bei über sozialen Plattformen geteilten Bildern bis dato großzügig ausgeblendet wird.
Bild: via TheNaturalTruth: Der Daten-Skandal ist ein gefundenes Fressen für konservative Polit-Kommentatoren wie Michael Graham, der seinen Kommentar mit diesem viral verbreiteten Meme bebilderte. Der Niederschlag an verärgerten Internet-Kommentaren in Form von Memes ist dementsprechend wenig verhalten: Auf Buzzfeed wurde etwa die Werbung des betroffenen Telekom-Unternehmens "Verizon" einer Überarbeitung unterzogen.
(KURIER / kob) Erstellt am
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