© Charles Fréger

Europas "Wilde Männer"
12/05/2013

Krampustag: Wer bestraft die Kinder?

"Wilde Männer" sind in ganz Europa zu Hause. Wer treibt neben Krampus sein Unwesen?

Feuerrote Augen, zotteliges Fell, dazu die großen Hörner und die weit klingenden Kuhglocken. Der Krampus ist zum Fürchten. Dass er als treuer Begleiter des Nikolaus im Unterschied zu Knecht Ruprecht auch noch immer im Rudel aufkreuzt, macht das kein bisschen besser. Dabei wäre schon der Name alleine schlicht zum Fürchten. Krampus leitet sich vom mittelhochdeutschen Krampen "Kralle" ab. Im Bairischen bezeichnet Krampn "etwas Lebloses, Vertrocknetes, Verblühtes oder Verdorrtes". Logisch, dass die Rollen klar verteilt sind: Der Nikolaus bringt die Geschenke, der Krampus kommt mit der Rute.

Die Verwandlung des Menschen zum Biest ist ein zentraler Aspekt in über Jahrhunderte tradierten heidnischen Ritualen, die heute noch vielfach in Fasnachts- oder Adventsbräuchen lebendig sind - was nicht heißt, dass dieser "Wilde Mann" überall gleich zottelig und furchteinflößend wie hierzulande daherkommt. Auch andernorts in Europa schlüpfen Männer in diese mythologische Figur. Der Fotograf Charle Fréger bereiste achtzehn europäische Länder - von Portugal über Österreich, Mazedonien und Griechenland bis nach Polen, Finnland und Schottland - und fasste die "Wilden Männer" Europas in seinem Bildband zusammen.

Der "Wilde Mann" von Charles Fréger

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