Fußball-WM: Spott über "Schwalbenkönig" Robben
Ist da jemand ein schlechter Verlierer? Zumindest die Experten im ORF-Studio waren sich nach dem Sieg der Niederländer einig: Arjen Robben wurde im Strafraum der Mexikaner gefoult - und also hätte Schiedsrichter Pedro Proenca zurecht auf Elfmeter entschieden, meinte Schiedsrichterexperte Thomas Steiner. Unabhängig davon, dass sich das Foul in der 94. Minute ereignet hätte (und Arjen Robben minimal berührt wurde).
Harscher Herrera
Mexikos Teamchef Miguel Herrera zeigte da schon weniger Verständnis für den "Fliegenden Holländer": "Er hat drei Schwalben gemacht. Man sollte jemanden, der zu schummeln versucht, verwarnen." Robben hätte bei wiederholtem Versuch ausgeschlossen werden sollen, meinte der Mexikaner und sprach gar von Betrug: "Es lag nicht in unserer Hand, dass wir gehen müssen", sagte Herrera.
Die Netzgemeinde (vor allem jene aus Mexiko, verständlich) ist in ihrer Kritik noch harscher. In Photoshop-Montagen wird Arjen Robben dabei als Klippenspringer, Ballerina und Stuntman verspottet. Unter dem #Hashtag RobbenDives - "dive" ist das englische Wort für Schwalbe - wurde heftig diskutiert, ob der Elfmeter nun gerechtfertigt gewesen sei, oder nicht.
Robben selbst entschuldigte sich nach dem Spiel übrigens für eine Schwalbe - allerdings nur für jene aus der ersten Halbzeit. "Das war dumm, und ich möchte mich dafür entschuldigen", sagte er dem Sender Nos. Der Elfmeter in der 94. Minute sei jedoch wirklich einer gewesen: "Ich war einfach clever".
Der Bayern-Star ist damit schon der zweite Spieler, dem der zweifelhafte Ruhm zuteil wird, zum Internet-Meme zu werden. Nach seiner Biss-Attacke im Spiel gegen Italien hatte Uruguays Stürmer Luis Suárez viel Häme einstecken müssen.
Hier geht's zum Bericht zum 2:1-Sieg der Niederlande gegen Mexiko.
Und hier können Sie sich selbst ein Bild machen: Elfmeter, Schwalbe, oder gar beides?
Bilder vom Achtelfinale
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