Frequency Festival: 250 Tonnen Müll

Die Traisen voller Müll. 250 Tonnen wurden nach dem Frequency gesammelt und entsorgt
Foto: Michael Wessig

Bei den Aufräumarbeiten nach dem Frequency waren 100 Personen im Einsatz und sammelten rund 250 Tonnen Müll ein. "Green Camper"-Konzept ein Erfolg.

Nach dem vor knapp zwei Wochen mit insgesamt 140.000 Besuchern zu Ende gegangenen Frequency Festival in St. Pölten gilt die Endreinigung auf dem Gelände mit Freitag als abgeschlossen. Laut einer Bilanz der Stadt waren etwa 250 Tonnen Müll angefallen, davon 200.000 Dosen. Die Aufräumarbeiten wurden von 85 Reinigungskräften und 15 Magistratsbediensteten der Abteilungen Abfallwirtschaft und Straßenreinigung bewältigt. Schwerpunkt war das Traisengelände.

Mutwillige Verschmutzung

Es sei auch wieder Müll angefallen, "der eindeutig nicht vom Frequency stammte", sagte Veranstalter Harry Jenner am Freitag im Rahmen einer Begehung des Geländes. Das Rathaus bestätigte, dass bereits gesäuberte Flächen "über Nacht" verschmutzt gewesen seien. Es seien sogar vereinzelt Personen gesichtet worden, die mutwillig Müll verstreut hätten - u.a. "Fliesen oder Kopierer, die schwerlich von Campern stammen können. Einige Bürger nutzen scheinbar das Festival, um ihren Sperrmüll und Bauschutt zu entsorgen", hieß es in einer Aussendung.

Jenner zeigte sich am Freitag "froh" über den Abschluss der Aufräumarbeiten. Zufrieden zeigte er sich mit dem "Green Camper"-Konzept. In diesem Rahmen räumen die Besucher ihren Müll selbst weg. Das Konzept wäre auf freiwilliger Basis "sicherlich für die Zukunft in deutlich größerer Form anzudenken", hieß es im St. Pöltner Rathaus.

Frequency 2012 "höchstwahrscheinlich in St. Pölten"

Eine Nachbesprechung zum Frequency wird im Herbst stattfinden. Dabei sollen u.a. weitere Verbesserungsvorschläge für den Fall erarbeitet werden, "dass das Festival auch im nächsten Jahr in St. Pölten stattfinden sollte", so der Magistrat. Für Jenner stehen die diesbezüglichen "Signale positiv". Er freue sich auf Frequency 2012 - "höchstwahrscheinlich in St. Pölten", sagte der Veranstalter am Freitag.

Ja, auf einem Festival kann man auch shoppen. Neben dem Art-Park gibt es auch eine Art Einkaufsmeile am Festivalgelände in St. Pölten. Dort kann man sich schon für den nächsten Winter, der bestimmt kommen wird, mit einer Haube eindecken. Besser verkauften sich aber auf jeden Fall die Sonnenbrillen. Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist die schönste Festival-Besucherin im Land? Bausparvertrag beim Piercing-Studio? Man weiß es nicht so genau. Der Verkaufsschlager beim Frequency Festival: Spritzpistolen in Penisform. Was man damit noch alles machen kann, überlassen wir ihrer Phantasie. Besonders Besucherinnen können auf jeden Fall nicht die Augen davon lassen. Ein Band für alle Fälle - das mit Abstand wichtigste Utensil auf einem Festival. Damit kann man das Zelt reparieren, sich Kleidung zusammenpicken oder sonstige Späßchen erlauben. Jedes Jahr wieder: Die Cuba-Bar. Die erste Anlaufstelle für Liebhaber von Mojito und Co. Hochprozentiges gibt es auch hier. Wie wär's mit einem Whiskey mit Honig-Geschmack? Danke, eher nicht. Aber ein klassisches Cola-Whiskey geht sich am Nachmittag für viele Festivalbesucher schon aus. Eine Preisliste beim Bierstand. 4,50 Euro für ein Krügerl sind nicht gerade günstig. Und was ist mit dem Essen? Unter 4 Euro bekommt man so gut wie nichts. Zwischen 4 und 8 Euro ist man aber dabei. Angeboten wird ein gewisser Einheitsbrei an Asia-Nudeln und Frittiertem. Hier eine Wok-Hütte. Dort eine Wok-Hütte. Am Nachmittag blieben viele aber auf ihren Nudeln sitzen. Und dazwischen das Spritzer Paradies. Diese Fresshütte sticht aus allen anderen hervor. Nicht nur optisch, sondern auch in Sachen Angebot. Die dort schön präsentierten Brötchen sind unterschiedlich belegbar und werden im Ofen frisch zubereitet. Heiße Hunde dürfen natürlich auch in St. Pölten nicht fehlen. Pommes und Hamburger gibt es am Festivalgelände bis zum Abwinken. Für die Mexikaner unter den Festivalbesuchern: Burritos mit unterschiedlichen Füllungen. Wie wärs mit einem "Eldorado"? Ab 5 Euro ist man dabei. Donuts bei 30 Grad sind nicht gerade heiß begehrt. Alleine der süß-fettige Geruch macht satt. Der Klassiker auf Festivals: Eine Brezn. Daumen hoch! Fußball ist immer ein Thema - auch bei einem Festival. Wer den Ball im Loch versenkt, bekommt einen Wasserball. Diese Festivalbesucherin traf per Spitz und freute sich über ihren - ähm - Glückschuss. Zeit vertreiben kann man sich auch bei einem Kickerl. Wie wär's mit Fritten und einem Schnitzl? Rock & Food gibt es am Festivalgelände mehrfach. Sich abzukühlen war bei Temperturen um die 30 Grad natürlich auch ein Thema. Wer nicht selber zum Schlauch greifen wollte, der ließ sich von diversen Promo-Mädels abspritzen. Hände hoch - und einmal um die eigene Achse drehen. Nach einem kleinen Flirt ist man dann sicher noch um einen Gutschein reicher. Beim Balaton Grill gibt es Yugoslavian Food. Das sieht ja zumindest schon mal nicht so schlecht aus. Über die Fladen mit "sauere Sahne" haben wir uns dann aber trotzdem nicht drüber getraut
(apa / moe) Erstellt am
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