Festival: Cocktail-Robotik & Palatschinken

Am Donnerstag eröffnete in Wien das Roboexotica-Festival, bei dem bis 4. Dezember Cocktails mixende Roboter präsentiert werden.


"Wien ist die Hauptstadt der Cocktail-Robotik", verkündet Johannes Grenzfurthner (Bild) stolz. Er ist Teil der Künstlergruppe monochrom, die heuer wieder gemeinsam mit dem Kollektiv Shifz zur Roboexotica laden. Bei dem seit 2002 stattfindenden Festival im Kunstkontext schenken Roboter verschiedenster Art Cocktails aus.

Zum Durchklicken ... Der Ragnarhof im 16. Wiener Bezirk war am Eröffnungstag mehr als gut besucht. Auf zwei Stockwerken tummelten sich Freunde der sogenannten Cocktail-Robotik, der seit 2002 regelmäßig gefröhnt wird. Mit den teils recht grobschlächtig gebauten Robotern zum Spaß-Zweck wird die Übertechnologisierung ironisch kommentiert. Jährlich treffen sich Künstler und Experten beim Festival, um dort über Kunst, Technologie, Science Fiction und natürlich auch Roboter und Alkohol zu diskutieren. "Cocktails are a serious business" meinte Grenzfurthner in der Eröffnungsrede, in der er zwar den Spaß hervorhob, aber auch den Diskurs rundherum betonte. Zu sehen gibt es dort bis 4. Dezember verschiedenste Roboter, die Cocktails herstellen, wie zum Beispiel den Melmacc aus Holz: Per Computer kann ein Cocktail ausgewählt werden, der Becher fährt dann automatisch am Laufband entlang, sammelt die jeweiligen Alkoholika in der richtigen Mischung ein, bis schließlich sogar der Strohhalm vom Holz-Greifarm im Becher landet. Zu sehen gibt es aber nicht nur Cocktail-Roboter. Auch das Thema Rauchen wird ironisiert. ... Dieser Roboter kann mit Zigaretten befüllt werden, die dann genussvoll und vollautomatisiert geraucht werden. Gruppendynamisch geht es bei diesem Roboter her: Wenn beim Wuzzeln sechs Tore geschossen werden, schenkt der Roboter von Robert Martin automatisch aus. "Da haben sich die Spieler schließlich eine Belohnung verdient", meint der Hersteller. Fußball, Roboter und Alkohol scheinen generell eine beliebte Kombination zu sein ... ... denn eine ähnliche Systematik verfolgt dieser Riesenroboter, der bei jedem Tischfußball-Tor Bier über die Schläuche hergibt. Um einen Cocktail zu machen, braucht es viel Kraft und Aufwand: erleichtert wird die Arbeit mit dieser Roboter-Hand, die einem beim Orangenauspressen hilft. Was aber auch nicht fehlen darf, ist die Kulinarik zum Alkoholgenuss ... ... dafür produziert dieser Roboter Palatschinken, andere wiederum spendeten Snacks. Die Palatschinken waren tatsächlich genießbar. Evel Knievel von der Band "The Incredible Staggers" befand sich auch unter den Besuchern der Roboexotica, die von Stunde zu Stunde vergnügter wurden - kein Wunder bei so vielen Cocktails, die es auszuprobieren galt. Dieses elektronische Gerät schenkte keinen Cocktail aus, sondern war Teil des Equipments für die musikalische Begleitung, ... ... die bei der Eröffnung etwa von der Band drama&stern kam. In den nächsten Tagen haben die Besucher noch die Möglichkeit, sich den einen oder anderen Cocktail zu gönnen und die Roboter der etwas anderen Art zu bewundern. 

Roboexotica: Festival für Cocktail-Robotik
1. bis 4. Dezember 2011. 
Ragnarhof, Wien 16, Grundsteingasse 12
(kurier) Erstellt am
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