Eklat von Morrissey bei Polen-Konzert

Morrissey ist bei einem Konzert in Polen viel zu weit gegangen. Eine Entschuldigung des Sängers steht aber bislang aus.
Foto: apa

Der Ex-Sänger der Smiths und Hardcore-Vegetarier verspottet norwegische Terroropfer: "97 Tote nichts im Vergleich zu McDonald's"

Wie soeben bekannt wurde, hat der der britische Sänger Stephen Patrick Morrissey bei seinem Konzert in Warschau am vergangenen Sonntag für einen Eklat gesorgt. Laut einem Bericht des Daily Mirror sagte der Ex-Frontman der legendären Band The Smiths deren Song "Meat is Murder" mit den Worten an: "Wir leben in einer mörderischen Welt, wie die Ereignisse in Norwegen gezeigt haben, mit 97 Toten (mittlerweile wurde die Opferzahl korrigiert, Anmerkung der Redaktion). Aber das ist nichts im Vergleich dazu, was bei McDonald's und Kentucky Fried Sch... jeden Tag passiert". Geht's noch, Morrissey?!

"Scandinavia"

Der 52-Jährige wartete laut norwegischen Medienberichten bei dem Konzert in Polen außerdem noch mit einem neuen Song namens "Scandinavia" auf, in dem eine Textzeile gelautet habe: "Ich verachte jede Silbe in 'Scandinavia'. Lasst die Leute verbrennen, ihre Kinder weinen und im Blindenheim sterben".

Laut Daily Mirror reagierten viele Fans im Internet fassungslos auf die Aussagen ihres Idols. Ein Sprecher des Sängers teilte mit, Morrissey wolle keine weiteren Kommentare zum Gesagten abgeben. Sein Statement spreche für sich selbst.

Fleischverbot

Morrissey ist unter anderem wegen seines militanten Eintretens für das Vegetariertum als schwieriger Popstar verschrien. Bei seinen Konzerten gilt striktes Fleischverbot. Laut der Online-Ausgabe der norwegischen Zeitung "VG" eckte Morrissey in der Vergangenheit auch mehrfach mit rassistischen und und ausländerfeindlichen Ansichten an. Am vergangenen Freitag war der Künstler zu Gast im Wiener Konzerthaus - siehe Hintergrund und Bildergalerie.

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(apa / mawe) Erstellt am
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