Die Kassette ist tot, oder doch nicht?

Was Musik anbelangt, haben Kassetten schon lange keine Bedeutung mehr. Auf die Müllkippen gehören sie trotzdem nicht - man kann auch Kunst daraus machen.

Kassetten sind tot! Sind sie das? Wenn es darum geht, sie als Speichermedium für Musik zu nutzen, wahrscheinlich schon. Wenn es aber darum geht, daraus Kunstwerke zu erschaffen, dann sind sie quicklebendig.

Die amerikanische Künstlerin Erika Iris Simmons kreiert mit den Magnetbändern der Musikkassetten detailgetreue Porträts - bevorzugt von Musikern. Passend. Simmons, die auch unter Iri5 bekannt ist, versucht aus verschiedenen Dingen die sie in Garagen findet, Kunstwerke zu erschaffen. Besonders Musikkassetten haben es ihr dabei angetan.

Bild: Patti Smith Die Serie der Bilder, die sie aus Musikkassetten macht, nennt sie "The Ghost in the Machine". Für die Bilder zeichnet Iri5 keinen einzigen Strich. Jedes Detail wird aus den Magnetbändern zugeschnitten, geformt und aufgelegt. 

Bild: Tom Waits Ihr ist es wichtig, dass die Porträts die sie kreiert, immer etwas damit zu tun haben, woraus sie gemacht sind.

Bild: Robert Smith von The Cure Deshalb werden die meisten Musikkassetten zu Porträts von Musikern oder Bands, die sie inspiriert haben.

Bild: The Beatles Sie verwendet aber auch alte Filmrollen als Grundmaterial. Daraus formt sie, ganz nach ihrer Intention, Porträts von Filmstars. Wie in diesem Bild Marilyn Monroe oder ... ... Audrey Hepburn. Unverkennbar ein Ausschnitt aus dem Film "Breakfast at Tiffany's". Aber auch Altmeister ... ... Alfred Hitchcock widmet sie eine Filmrolle. Es scheinen aber mehr Kassetten als Filmrollen übrig geblieben zu sein und deshalb gibt es auch mehr Porträts von Musikern. Dabei formt sie sich quer durch alle Genres. Von Grunge mit Kurt Cobain ... ... über Soul und Hip-Hop mit Lauryn Hill, ... ... Rock mit Lenny Kravitz, ... ... Pop mit Madonna und ... ... Michael Jackson ... ... bis hin zu Reggae mit Bob Marley. Nick Cave verwewigte sie genauso mit den schmalen Magnetbändern, wie ... ... Bob Dylan, ... ... John Lennon, ... ... Jimi Hendrix, ... ... Jerry Garcia von Grateful Dead, ... ... Janis Joplin, ... ... und Carlos Santana. Die Frontfrau von Blondie Debbie Harry darf in ihrer Porträtsammlung ebenfalls nicht fehlen. Genauso wie ... ... Bon Jovi, ... ... Jerry Garcia in einer anderen Pose und ... ... Van Morrison. Aber auch eher unbekannte Musiker werden von Simmons porträtiert. Wie hier Melora Creager von der US-Band "Rasputina". Ebenfalls kreierte sie ein Porträt von James Taylor. Zum Abschluss noch eine ... ... bekanntere Person aus dem Musikgeschäft. Für Steven Tyler von Aerosmith verarbeitete die Künstlerin gleich vier Kasetten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
(KURIER.at / moe) Erstellt am
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