Kaugummi als Wandverputz

Eine der skurrilsten Touristenattraktionen der Welt ist die "Bubblegum Alley" - eine Gasse voll mit Kaugummi.

Seit den 1950er Jahren werden die Wände der Bubblegum Alley mit Kaugummis beklebt.

Hatten Sie auch schon einmal Kaugummi an den Schuhsohlen? In der "Bubblegum Alley" müssen Sie  sich deswegen keine Sorgen machen. Denn dort klebt der Kaugummi an den Wänden. Was manche heimlich unter dem Tisch verschwinden lassen oder achtlos auf den Boden werfen, können Touristen aus aller Welt in San Luis Obispo als kleines "Kunstwerk" der Öffentlichkeit präsentieren. Die 20 Meter lange Gasse ist eines der populärsten Reiseziele Südkaliforniens. Abschlussschüler der San Luis High School sollen in den späten 1950er Jahren die ersten gewesen sein, die die Wand beklebt haben. Seitdem hat sich eine beeindruckende Menge Kaugummi angesammelt.                                  

c_Bubblegum_Crawfish2007001.jpg Foto: Crawfish2007/Wikimedia Commons Selbstporträt des Künstlers Matthew Hoffmann Die Gasse ist ein beliebter Schauplatz für Filme und Musikvideos. Unter anderem kam sie in der MTV-Show "Call to Greatness" vor. Nicht nur Amateure, sondern auch erfahrene Künstler können ihrer Kreativität dort freien Lauf lassen. So inspirierte die Bubblegum Alley den professionellen Collage-Künstler Matthew Hoffman zu seinem völlig aus Kaugummi bestehenden Selbstportrait. 

Doch die Gasse ist nicht die einzige ihrer Art: In Seattle, Washington, wird die Wand des Market Theatre seit den Neunzigern mit Kaugummis beklebt. Diese kam übrigens 2009 in die Top 5 der "Germiest Tourist Attractions" - die Liste jener Touristenattraktionen, die am meisten mit Bazillen übersät sind.

Selbstporträt von Matthew Hoffman
(KURIER / Miriam Eulert) Erstellt am
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