Der "geborene Rockstar" ist draußen

Chris Schaller musste die "Helden von Morgen" verlassen. Doris Golpashins "Bauchnabel-Ausschnitt" war der Hingucker des Abends.

Neben Lukas Plöchl unterhielt vor allem Chris Schaller in den oft langatmigen "Helden von Morgen"-Shows mit rockigen und selbstbewussten Auftritten. Nun musste er dennoch gehen. Er bekam Freitagabend die wenigsten Stimmen vom Publikum. Chris nahm den Rauswurf gelassen, etwas verwirrt und nicht ganz bei der Sache dagegen wirkte ... ... Doris Golpashin. Ihr gelang es nicht, auch nur ansatzweise mit ihrer Moderation zu unterhalten und die einfachsten englischen Sätze von den Coaches Kim Wilde und Kool (von Kool & The Gang) sinngemäß ins Deutsche zu übersetzen. Nur mit ihrem freizügigen Outfit konnte sie bei Sido für Begeisterung sorgen. ("Das nenn ich mal nen V-Ausschnitt.") Chris nahm das Ausscheiden gelassen, merkte jedoch an, dass er eigentlich vor hatte, einen selbstgeschriebenen Song zu präsentieren. Die Chance sei ihm aber in dieser Sendung nicht gegeben worden, bedauerte der exzentrische Wiener. Golpashin sicherte ihm daraufhin zu, dass er in der nächsten "Helden von Morgen"-Ausgabe seinen Song außer Konkurrenz singen darf. Chris hatte sich bei seinen zwei Auftritten, die jeder Kandidat mit einem englischen und einem deutschen Song absolvieren musste, eigentlich nicht schlecht gemacht. Die Performance von "Schrei" von Tokio Hotel kam zwar bei Juror Philip Ginthör nicht ganz so gut an, doch bei seinem zweiten Song "I Was Made For Loving You" zeigte er, was er beim Gesangstraining gelernt hat und traf die Töne vorwiegend. 

Das Publikum entschied sich dennoch gegen ihn. Jetzt will er sich ganz dem Song Contest widmen und freut sich vor allem darauf, keine Einzelperformances mehr geben zu müssen, ist auf der Homepage von "Helden von Morgen" zu lesen. (Link dazu im Bild 11) Neben Chris bekam Sara schon zum dritten Mal die wenigsten Stimmen von den Zusehern.  "Es ist wieder mal ein Scheißgefühl, wie immer", meinte Sara nach dem Ende der Sendung. Die Kritik der Juroren war aber ein Grund zur Freude, sogar dem bisher "sara-skeptischen" Sido gefielen ihre Auftritte. Vor allem mit dem zweiten Song "Und wenn ein Lied" zeigte sie ihr stimmliches Talent. "Emotion pur", meinte Ginthör. 

Sie und Cornelia sind die letzten zwei Mädchen um das Rennen um die 100.000 Euro, die der erstplatzierte erhält. Cornelia punktete wie immer mit schwierigen Songs, die sie souverän interpretierte. Mit "All by Myself" von Celine Dion zeigte sie, dass sie gesanglich in einer höheren Liga spiele als all ihre Konkurrenten in der Show, war sich die Jury einig. Lukas durfte wieder einen seiner selbstgeschriebenen Party-Songs präsentieren. Der war, wie alle seine Dialekt-Lieder, gewöhnungsbedürftig aber auf jeden Fall einzigartig. Der Song-Titel "Guuugarutz" musste für Sido erst "übersetzt" werden. ... ... Über einen Maiskolben zu singen, sorgte beim Jury-Rapper für Erstaunen. Trotz Verständnisschwierigkeiten sieht Sido Lukas Plöchl als Favoriten der Sendung. Ebenfalls ein selbstkomponiertes Lied präsentierte Jonathan. Die Ballade "Beautiful World" sorgte für Begeisterung bei Sido, Mario Soldo und Philip Ginthör. Etwas steif und verloren wirkte der Burgenländer noch immer auf der Bühne, die Einspieler vor den Auftritten zeigten jedoch, dass der 16-Jährige Bursche witziger ist, als man zunächst meinen möchte. Massimo rappte zum ersten Mal auf Englisch mit dem Song  "Rapper's Delight" von Sugarhill Gang. Die Juroren waren zufrieden, so wie auch beim zweiten Titel "Cruisen" von Massive Töne. Das sind sie, die Top 5 von "Helden von Morgen", die nächste Woche Duette mit Jeanette Biedermann und Kate Ryan singen werden, die Jonathan, Lukas, Massimo, Sara und Cornelia für den nächsten Auftritt coachen. (Mehr zu "Helden von Morgen" im Link unten)
(KURIER.at / mich) Erstellt am
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