Conchita Wurst "is a Frau mit an Bart"

Madame Wurst ist das Stimm- und Fräuleinwunder aus der "großen Chance". Ein Stadtbummel mit der bärtigen Beauty "aus dem kolumbianischen Hochland".

Gleich vorneweg: Mit diesem Tom Neuwirth (2. bei "Starmania 2007") ist Conchita Wurst keinesfalls zu verwechseln – "Ich bin die Tochter eines Theaterdirektors namens Alfred Knack von Wurst, der meine Mutter im kolumbianischen Hochland nicht nur als Schauspielerin entdeckte. Basta!"

Zum Durchklicken ... Vor 22 Jahren wurde sie, nach ihrer Urgroßmutter Conchita Barbada (die Bärtige), auf Conchita Fritanga ("die Scharfgewürzte") getauft und eroberte bald die bedeutendsten Bretter der Welt, vom Meidlinger Biergartl-Theater über den Salon Kitty bis zum ORF. Seit ihrer Celine Dion-Nachempfindung bei der "Großen Chance" (Freitag, 20.15, ORFeins) am vorigen Freitag ist die Wurst "in aller Munde". Wir treffen sie in einem Café am Graben, begleiten sie beim City-Bummel und zur Exkursion in den Prater. Auf der Straße wird Conchita immer wieder angesprochen. Und die Frage nach der Echtheit ihrer Brüste kommt dabei immer wieder. Für die Wiener Wies’n scheut „Señorita Conchita“ weder U-Bahn ... ... noch Umzug. Auch im Ausseer Dirndl (Modell Trachtenhärchen) liegen ihr die Menschen zu Füßen. So wird sie im Prater fast wie „ein Segen für die Stadt und das Zelt“ empfangen. Viva la Diva! Statt "My Heart Will Go On" ertönt hier die Hymne der Edlseer: "Madonna mia!". Statt Aperol Sprizz gibt es Bier. Prost! "Is des a Art, a Frau mit an Bart?", fragt sich der Frontmann der Edlseer. Und ein älterer Herr, der zwar nicht die Maß, dafür aber jedes Ziel verloren zu haben scheint, fragt keck: „Hörst, san die Spaßlaberln echt?“ Dabei kippen ihm zur Strafe die eigenen falschen Zähne runter. Conchitas Standardantwort für alle Busenfreunde: "Nee – ich kann damit werfen." Darauf eine, auf dem Tisch tanzende resolute Dame: "Ja, ich auch." Nachsatz: "Nur leider fliege ich immer hinterher." Jeder dreht sich zu Frau Wurst, jeder lächelt, jeder will ein Foto. Niemand ist grob oder unhöflich. Jubelnde Ottakringer Schüler kesseln sie ein.
(kurier / Dietmar Chmelar, mawe) Erstellt am
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