Buzz 12.02.2012

Austria’s next Heulsuse

Folge 5: Beim Tränenshooting musste Lena Gercke die Psychotherapeutin auf High Heels geben. Die aktuelle Staffel verkommt immer mehr zur Realitysoap.

Was war das denn? In der vergangenen Ausgabe von Austria‘s next Topmodel am Donnerstag wurde geweint, geweint und – erraten! – geweint. Die Tränen flossen über das Make Up, der Lidschatten wurde verwischt und Lena Gercke musste die Psychotherapeutin auf High Heels spielen. So weit, so tränenreich.


Aber von Anfang an: Nach der 3-Wetter-Taft-Challenge (…und die Frisur hält), die die Oberösterreicherin Bianca für sich entschieden hat, ging es zum Schauspiel-Unterricht im Wiener Ronacher, wo die Kandidatinnen mit den Sicster Act-Darstellern ein bisschen an ihrer Lockerheit arbeiten durften. Es wurde gerappt, gelacht und ein bisschen herumgeblödelt – muss ja auch mal sein. Denn das Leben im  Modelloft ist ohnehin anstrengend genug, vor allem dann, wenn man Izabela heißt, die von den anderen Kandidatinnen gemobbt wird – allen voran von der Tirolerin Melisa.

Um ein wenig Zickenterror in die Show zu bekommen – ist ja gut für die Quote –, wurden drei Männermodels ins Loft einquartiert. Diese dürfen nun ein paar Wochen in der WG wohnen und mit den Kandidatinnen in die Badewanne steigen. Übrigens sind die Bubis auf der Suche nach der großen Lieben. Was sonst? Und schon wurden die ersten Bussis und heißen Blicke ausgetauscht. Besonders euphorisch war die  Supermarkt-Kassiererin Nadine aus Kärnten. David – der Latino aus Deutschland –  scheint ihr "Zuckerle" zu sein. Huch!

Für den Psychiater

Nadine nimmt ein Bad mit einem Männermodel.
© Bild: Gerry Frank/Puls4

Danach wollte Lena mal was ganz anderes von den Mädels sehen: Emotionen, Trauer, Tränen – fotografiert von Michael Dürr. Am Programm stand ein Tränenshooting, bei dem die Kandidatinnen mit Kopftuch und Rosenkranz eine Dolce & Gabbana-Kampagne nachstellen mussten. Die Aufgabe: Die Models mussten eine trauernde Witwe spielen und sich dazu in eine traurige Situation hineinfühlen. Nicht ganz einfach, würde man denken, aber die Models fingen alle auf Knopfdruck zu Weinen an. Manche steigerten sich so rein, dass bereits vor dem Shooting Tränen vergossen wurden. Bei einigen Kandidatinnen dürfte die Fotosession Erinnerungen hervorgeholt haben, die weniger fürs Fernsehen, sondern mehr für den Psychiater gedacht sind.

Weinen ist gut

Antonia, Melisa und Nadine.
© Bild: Gerry Frank/Puls4

Diese Emotionen nahmen sogar " Austria’s next Topmodel 4"-Moderatorin Lena Gercke mit.  "Jeder weint", sagt Lena Gercke. Und man darf weinen. Weinen ist gut. Weinen löst den innerlichen Druck. Dass das die Kandidatinnen können, haben sie eindrucksvoll bewiesen. Jetzt müssen sie nur mehr am Catwalk laufen lernen und mit ein bisschen Glück schaffen sie es zum internationalen Tränenmodel. Wenn es so etwas überhaupt gibt?!

Ach ja, Bruce "Das ist der Wahrheit!" Darnell durfte auch in der Sendung vorbeischauen und seinen Senf abgeben, was erfrischend war. Und gehen musste dieses Mal keine Kandidatin. Yemisi & Lana bekamen von Lena Gercke eine letzte Chance.

Info: Die nächste Topmodel-Sendung ist bereits am Sonntag - 12. Februar um 20:15 Uhr auf PULS 4

Marco Weise

Abgang: Wer wird neue Zicke bei "ANTM 4"?

Die Kameras, der Stress! Das war Michaela einfach zuviel. Sie verließ die Show freiwillig.
© Bild: © Gerry Frank 2011

Folge 4: Michaela verließ die Show freiwillig, die Mädchen machten sich als Lady Gaga-Doubles lächerlich und wieder einmal gab`s ein Nacktshooting.

In der aktuellen "Austria`s Next Topmodel"-Staffel scheint man sich den Nacktshootings verschrieben zu haben. Schon wieder mussten sich die Mädchen für Bilder des Fotografen Paul Dahan ausziehen. Beim Stanglwirt in Going bei Kitzbühel wurden sie in ein Schaffel gestellt und mit einem Wasserschlauch bespritzt. Man kann sich ja auch mal als Erotikmodel versuchen, dachten wohl die meisten der Mädels und taten sich das Shooting an.

Nur Lana, deren Freund (und dank Heiratsantrag in der Sendung baldiger Ehemann) gar kein Fan von Nacktbildern ist, streikte. Sie durfte dafür angezogen auf der Fashion Week in Paris laufen.

Auch die zur Zicke der Show erkorene Michaela mochte in Kitzbühel nicht. Gar nicht mehr. Sie ging freiwillig. Die Kameras, der Stress. Das alles war für das Angelina Jolie-Lookalike einfach zuviel. Der passende Ausruf "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" hat bei ihrem Abgang leider gefehlt. Wer jetzt ihren Platz als Nervensäge der Sendung einnimmt? "Übung macht den Meister" - Izabela ist zurzeit auf dem besten Weg dazu.

Izabela übt, Christine muss raus

Christine heulte beim Shooting in Ibiza. Von Lena Gercke bekam sie kein Foto.
Name: Christine Alter: 19 Wohnort: Vorarlberg Größe: 181 cm Gewicht: 58 kg Maße: 85-61-92 Hobby: Inline skaten, sonnenbaden. Bez… © Bild: © PULS 4 Gerry Frank

Das zweite Shooting fand in Ibiza statt. Pelzmäntel wurden auf rutschigen Meeresfelsen präsentiert. Putzfrau Izabela schlug sich dabei am besten, dank "üben, üben, üben!" natürlich.

Bei der Entscheidung machten sich dann alle als Lady Gaga-Doubles noch ein bisschen lächerlich und Christine, die schon bei der Ibiza-Fotosession die Nerven verlor, musste die Show verlassen.

Soweit, so unspektakulär. Wenn Bruce Darnell in der nächsten Folge nicht mehr Pepp in die Show bringt, dann wechseln wir zu Heidi Klums Original, das am 23. Februar startet. Eine Chance geben wir der Staffel noch. ABER: Die muss auch genützt werden, wir wollen "1000 Prozent" (Ⓒ Lena) sehen, und: Bis zum nächsten Mal fleißig üben!

Christina Michlits

"ANTM 3": Topmodels vs. Blockstars: Was ist härter?

Lana, Jury und ihr Freund
© Bild: Puls4

Folge 3: Das Drama für die kommende Woche ist vorprogrammiert. Ein verhängnisvoller Heiratsantrag ist das Highlight. Nataša aus Salzburg ist draußen.

Nach dem tragischen Tod der ehemaligen Topmodel-Kandidatin Sabrina, die vergangenes Wochenende bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, war es natürlich ein Thema, wie Puls4 in der Sendung vom 26.1. mit dieser traurigen Nachricht wohl umgehen würde. Eine Einblendung zu Beginn der Sendung, in der das gesamte Team sein Beileid ausdrückte, wurde gewählt. Soweit so traurig.

Dann geht es im gewohnten Stil weiter. Die verbleibenden 12 Kandidatinnen werden im Schnell-Durchlauf noch einmal präsentiert, damit sich der geneigte Zuseher - Aussehen hin oder her - auch endlich einmal alle Namen merkt. Beinamen wie die "arbeitslose" Christine, "Supermarkt-Kassiererin" Nadine oder "Putzfrau" Izabela lassen einen da unweigerlich an die benachteiligten Jugendlichen aus Sidos "Blockstars" denken, der ORF-Doku-Soap die zurzeit in der "Donnerstag Nacht" läuft. Gab es hier womöglich Verwechslungen? Vielleicht wollten Julijana, Sharon und Johanna von "Blockstars" eigentlich Topmodels werden, statt mit den harten HipHop-Jungs im Studio abzuhängen. Und Nadines Schuhgröße 43 hätte wiederum sicher keinen Einfluss auf eine bevorstehende Rap-Karriere. Nicht so in der Modelwelt.

Shooting in Cavalli-Kleidern.
© Bild: Puls4

Eigentlich durfte Nadine sich zu den glücklichen Auserwählten von Philipp Plein zählen, der drei Mädchen aus der Model-WG ausgewählt hatte, um sich bei ihm vorzustellen. Aber da Herr Plein nun mal nicht für Übergrößen produziert, schied die gute Nadine kurzerhand aus, bevor die Tauben "Guru guru, Blut ist im Schuh" von den Dächern gurrten. "Austrias Next Topmodel" hat schon was von einem modernen Märchen.

Märchenhaft geht es auch weiter. Denn die Catwalk-Challenge findet diesmal auf einer Müllhalde inklusive selbst gebasteltem Müll-Outfit statt. Der Preis für die kreativste Bastlerin mit dem besten Gang ist eine Übernachtung im Luxushotel. Putzfrau Izabela aus Wien ist die glückliche Gewinnerin und nimmt zur allgemeinen Überraschung Super-Zicke Michaela mit. Einige an den Haaren herbeigezogenen Konflikte später geht es zum Foto-Shooting mit Oliver Gast nach Kärnten. Aber: Who the fuck is Roberto Cavalli? Lena ist gar nicht glücklich über die Bildungslücken  ihrer Modelküken und Catwalk-Trainerin Elvyra Geyer übertrifft sich wieder einmal selbst als Bad Cop.

Die letzte Chance sich vor der Jury zu beweisen ist die Präsentation von wunderschönen und sauteuren Papierkleidern, die der jungen Yemisi zum Verhängnis werden.

Große Überraschung der dritten Sendung: Lana bekommt ihr Foto von ihrem Freund überreicht, der zur ihrer großen Freude doch nicht nach Bosnien abgeschoben wird, sondern in Österreich bleiben darf. Den Heiratsantrag macht sie sich vor Freude gleich selbst. Doch sollte noch ein Nackt-Shooting anstehen, droht er sie zu verlassen. Ach und Bianca muss ins Spital. Das Drama für die kommende Woche ist also schon vorprogrammiert.

Ironie des Schicksals: Die sportliche Nataša ist draußen. Da nützt  offensichtlich auch der Sportsgeist nichts.

Stella Reinhold

"ANTM 2": Nackte Tatsachen & eine Extrawurst

Antonia beim Taschen-Shooting.
© Bild: Hubertus von Hohenlohe

Folge 2: Ein Nackt-Shooting sorgte für Missmut bei einigen Mädchen. Michaela spielte weiterhin die Extrawurst und kam damit durch.

Auch in der zweiten Folge von "Austria`s Next Topmodel" ging es durchaus streng zu. Dieses Mal gab Carmen "Ich war vor laaaanger Zeit ein Topmodel" Kreuzer den Mädchen wenig Zuckerbrot und viel Peitsche. Im Model-Loft geigte sie jedem der Kandidatinnen ihre persönliche Meinung: Von "Ich sehe dich nicht als Model" bis hin zur Augenbrauen-Kritik war alles dabei. "Wie sehen denn deine Augenbrauen aus?! Also die musst du dir unbedingt machen lassen. So hat man das in den 80ern getragen, aber das ist a loooong time ago."

Das ehemalige Topmodel Carmen Kreuzer nahm sich kein Blatt vor den Mund und zeigte ihre besten Bilder.
© Bild: © Gerry Frank 2011

Nach ein bisschen, nicht unbedingt konstruktiver Kritik ging es zur Laufsteg-Challenge auf einem eingeseiften Boden, wo sich die Mädls fast die Beine brachen.

Melisa, Antonia und Gina waren dabei die besten drei und durften Schmuck probieren. Probieren. Was für ein Gewinn! Die große Siegerin unter ihnen war Antonia und bekam schließlich doch noch einen Ring zum mit nach Hause nehmen, immerhin im Wert von 10.170 Euro.

Michaela ist bei ihren Kolleginnen nicht beliebt.
Name: Michaela Alter: 21 Wohnort: Salzburg Größe: 172 cm Gewicht: 51 kg Maße: 92-61-93 Beruf: Studentin Beziehungsstatus: in ein… © Bild: © PULS 4 Gerry Frank

Wie schon in der ersten Folge, wurde auch in Ausgabe Nummer zwei ordentlich aufgedreht. Es ging ans - für jede Staffel obligatorische - Nacktshooting. Und welch Überraschung: Einigen Mädchen war das gar nicht recht. Die rothaarige Lana muckte zunächst am meisten herum, hatte beim Shooting selbst aber keine Probleme. Hubertus von Hohenlohe schoss die Nacktbilder gleich hinter dem Stephansdom. Nur mit einer Tasche war der Oberkörper der Kandidatinnen bedeckt.

Michaela, die Extrawurst der Show, machte die größten Probleme. Sie wollte sich partout nicht oben ohne fotografieren lassen - weil sie, schmäh ohne, vielleicht Religionslehrerin werden will. Model oder Religionslehrerin, ist ja fast kein Unterschied. Schließlich durfte sie als Einzige im BH vor die Kamera.

Sabrina und Katharina sind draußen

Katharina flog in der zweiten Folge aus der Show.
© Bild: © PULS 4 Gerry Frank

Für die Mädchen ein weiterer Anlass über die eigenwillige und oft negative Salzburgerin herzuziehen. Hohenlohe dagegen schwärmte von Michaelas starkem Ausdruck. Zum Überdruss der anderen Kandidatinnen wurde Michaelas Bild bei der Entscheidung auch noch zum Besten gewählt. Für das Label Jaeger durfte die Burgenländerin Antonia auf die Londoner Fashionweek laufen.

Sabrina bekam kein Foto, ebenso wie die blonde Wienerin Katharina, die bei Kreuzer wegen ihrer Augenbrauen negativ auffiel.

Nächste Woche müssen die Mädchen ihr schauspielerisches Talent beweisen.

Christina Michlits

"ANTM" Folge 1: Elvyra, die Model-Domina

Elvyra Geyer spricht mit den Mädchen Klartext. Die Fotos übergibt aber noch immer Frau Gercke.
© Bild: Puls 4, Gerry Frank

Folge 1: Viel Action gab es in der ersten Folge von "ANTM". Beim Umstyling flossen Tränen, acht Mädchen flogen aus der Show und die Laufsteg-Trainerin gab den Kandidatinnen Saures.

Die neue Staffel wird härter", verkündete Topmodel-Präsentatorin Lena Gercke im Vorfeld - und behielt Recht. Die neue Strenge kommt aber nicht von Gercke - das Heidi Klum-Double hielt sich angenehm im Hintergrund -, sondern von Elvyra Geyer. Die Laufsteg-Trainerin gibt in der neuen Ausgabe von "Austrias Next Topmodel" die bissige Model-Domina - nette Worte kommen ihr in der Regel nicht über die verdächtig dicken Lippen. Das macht die Sendung um einiges tougher und durchaus spannend. Da is nix mit Grinsen und gespielter Gaudi, wie man es von Heidi Klum gewohnt ist.

Eine Absage à la Elvyra Geyer sieht dann schon mal so aus: "Schaust du immer so aus?" Kandidatin: "Ja." Elvyra: "Eben." Und einem Mädchen mit Top-Figur wird eingebläut, dass ihr Hinterteil noch um zwei Zentimeter kleiner werden sollte: Der Babyspeck muss weg! Nicht gerade sympathisch. Aber irgendwie hat man das Gefühl, dass die Modewelt ohne TV-Kameras genau so aussehen könnte.

"Grottenschlecht"

"Grottenschlecht" liefen die Mädchen laut Geyer.
© Bild: Gerry Frank/Puls4

In der ersten Sendung wurde ordentlich das Gaspedal gedrückt. Ohne Umstyling "durften" die 22 Mädchen gleich auf der Vienna Fashion Weeks laufen - oder so tun also ob. Ein Busenblitzer von Sabrina in mehrfacher Großaufnahme war auch dabei. Laut Geyer liefen die Models "grottenschlecht" - auch die restlichen Juroren verzweifelten.

Du hast die Haare schön

Die Haare müssen ab.
© Bild: Gerry Frank/Puls4

Sogar ans Umstylen ging es schon in der ersten Folge der vierten Staffel - bei dem man sich unweigerlich die Frage stellte: Hängen wirklich alle Frauen derart an ihrer Haarpracht? Beim Frisör kam es jedenfalls zu mehrheitlichen Heulanfällen: "Ich will meine Haare aber nicht abschneiden..." wurde im Kollektiv geplärrt. Bei der Entscheidung gab`s dann weniger Tränen, obwohl sich insgesamt gleich acht Mädels verabschieden mussten.

Gercke gab hier wieder den Ton an, Andrea Weidler, die Agenturchefin von Wiener Models, bekam man bei der Entscheidung auch erstmals zu Gesicht. Mitverfolgt haben die erste Casting-Sendung am Donnerstag bis zu 249.000 Zuseher. Eine tolle Quote für PULS 4.

Die Unterschiede zur deutschen Ausgabe wurden aber auch in der vierten Staffel der Österreich-Show klar sichtbar: Die Kameraführung, der Schnitt, die Locations - alles wirkt um vieles unprofessioneller als das Heidi-Original. Haben die Macher wirklich nichts aus dem desaströsen Finale der letzten Staffel gelernt?

Christina Michlits

( Kurier ) Erstellt am 12.02.2012