Albumcover-Design: Schlimmer geht's immer

Wer kennt es nicht? Man schlendert durch den Plattenladen und die Augen bleiben, ob man will oder nicht, bei dem hässlichsten Artwork hängen.

Ja, ja, die inneren Werte zählen. Scheinbar gilt das auch für jede Menge Alben. Den Anfang dieser Bildergalerie voller "kreativer" Skurrilitäten diverser, zum Teil gut bezahlter Grafiker macht die regierende Pop-Prinzessin selbst: Lady Gaga. Zum Durchklicken ... Die schoss mit ihrem Artwork weit über das Ziel hinaus. "Born This Way"? Als mutiertes Motorrad, Verzeihung, Chopper, soll sie geboren worden sein? Ob das wohl ihre Idee war? Bei der Bloodhound Gang ist schlechtes, ekliges Benehmen Pflicht. Das spiegelt sich auch desto öfteren bei ihren Artworks wieder. Ein wahrer Augengraus ist dieses Expemplar. Die Village People treffen auf die Misfits, zumindest bei Black Scorpio. Die Posen der vier Herren erinnern auch stark an die ... .... von Manowar. Gestählte Körper, Schwerter aus Stahl und immer halbnackt. So kennen wir die "Warriors of the World". Nicht ganz so ... ... gestählt, trotzdem halbnackt sind die Dorifters. Auch die Kleidung ist eine andere. Schwarze Lederkluft passt eben nicht zu Polka. Sehr "sexy"... ... präsentiert sich auch Kevin Rowland und ... ... Quim Barreiros, der nichts außer einem Akkordeon am Leib trägt. Die Handsome Beasts haben es gleich zwei Mal in die Liste geschafft. Zum einen mit diesem Meisterwerk der Geschmacklosigkeit und ... ... zum anderen mit diesem. Korpulente Männer scheinen ihr Markenzeichen zu sein. Es gibt aber auch Artworks mit ... ... nackten Frauen, die keine grafischen Meisterleistungen sind. Obwohl bei diesem Exemplar wohl eher der Titel für Verwirrung sorgt. In den 1990er Jahren gab es Kuschelrock, Jahre davor Romantica - nur bringt einen dieses Artwork nicht unbedingt in romantische Stimmung. Sehr erotisch und verführerisch ... ... präsentiert sich uns auch Tino. Ein italienischer (?) Hengst, dem keine Frau widerstehen kann. Echten Männern hingegen ... ... macht es auch nichts aus, wenn sich ein Sägeblatt durch ihren Schritt frisst. Jetzt wissen wir, warum Heino irgendwann zur totalabdunkelnden Sonnenbrille griff ...
Schlechter Geschmack zieht sich leider durch alle Musikrichtungen. So gewinnt auch Heino keinen Preis für sein Artwork. Da helfen auch die Rosen nichts, genauso wenig ... ... wie bei Joyce. Obwohl: Die Rose alleine abgebildet wäre ja auch eine Idee gewesen. Der Glaube soll ja bekanntlich Berge versetzen, dass er einem Geschmack verleiht, sagt niemand. Das beweisen auch die Christian Crusaders, ... ... die Country Church in Landei-Uniform, ... ... die Louvin Brothers und ... ... Mike Crain. Obwohl, ein Karate-kämpfender Priester, der mit der Kraft Gottes Steine zerschlägt, hat auch wieder was. Photoshop wird eindeutig überbewertet. Bewiesen wird das durch Artworks, die die selben geschmacklosen Effekte ohne jeglichen computertechnischen Schnickschnack erzielten. Beim Anblick von Maddy Genets und ihren Söhnen stellt sich einem nur die Frage, ob man sich überhaupt traut, in die Musik hineinzuhören. Alla Pugatjova und ihr Superman. Wer will schon fliegen, wenn er Trett-Go-Kart fahren kann? - außerdem trägt nur Clark Kent eine Brille, Superman nicht. Magnum? Der Typ mit dem riesen Schnauzer, im roten Ferrari macht auch Musik? Nein, eher nicht. Außerdem würde der sicher kein Einhorn auf seiner Platte abdrucken - der hätte eher "Hello Kitty" oder die "Diddl"-Maus gewählt. Auch ABBA haben Artwork-Sünden begangen. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass in ihrer Glanzzeit Strampelanzüge, Cowboystiefel und komische Posen genauso groß in Mode waren ... ... wie Hair-Crimes bei Europe oder ... ... Poison. Die trieben es allerdings auf die Spitze. Warum? Die vier Frauen sind eigentlich Männer, auch wenn man das nicht erkennt. Nein das ist nicht Amy Winehouse, auch wenn eine gewisse Ähnlichkeit gegeben ist, besonders was das Make-up betrifft. Zum Abschluss noch drei Alben der Gegenwart. "Born Free" ist zwar erst 2010 erschienen, trotzdem nützt M.I.A. lediglich die grafischen Möglichkeiten von Word '95, zumindest sieht der Schriftzug sehr danach aus. Knorkator beweisen, dass es auch in der heutigen Zeit Mut zur Hässlichkeit gibt. Zwar passend ... ... zur Musik und zum Namen, aber trotzdem sehr hässlich ist unser letztes Beispiel: Cannibal Corpse.
(KURIER.at / moe) Erstellt am
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