25 Jahre Hardcore: Sick Of It All in Wien

Am Sonntag gab sich in der Arena mit der Band Sick Of It All ein Urgestein der Hardcoreszene zum 25-jährigen Bandjubiläum die Ehre.

Die New-York-Hardcore-Veteranen Sick Of It All zelebrieren heuer ihr  25-jähriges Bandbestehen. Grund genug also, sich wieder einmal in Europa blicken zu lassen. Am Sonntag war Wien an der Reihe. Die Tour machte ...

Zum Durchklicken... ... in der Arena Halt. Und weil sich Sick Of It All trotz, oder gerade wegen ihrer langen Bühnenpräsenz einen Ausnahmestatus in der Hardcore-Szene erspielt haben, ... ... fand das Konzert vor nahezu ausverkauftem Haus in der Großen Arena-Halle statt. Pünktlich um sieben wurden die Tore geöffnet, und ... ... die Merchandise-Händler warteten mit T-Shirts, CDs und Postern schon auf die langsam eintrudelnden Fans. Der Herr rechts im Bild begleitet übrigens seit über zehn Jahren als Fanartikel-Verkäufer Bands rund um den Globus. Den musikalischen Auftakt des Abends bildete die junge Rotterdamer Band All For Nothing. Ihre knackige Mischung aus Hardcore und Punkrock wird durch das brachiale Organ ... ... von Sängerin Cindy van der Heijden abgerundet. Sie versuchte zwischen den Songs, das noch etwas reservierte Wiener Publikum zu motivieren, was ... ... jedoch trotz einer soliden und vor allem spielfreudigen Darbietung nicht so recht gelang. Nach einer halben Stunde verabschiedete sich die Band von der Bühne, nur um ... ... einige Minuten später den persönlichen Kontakt zu den Fans zu suchen. In bester D.I.Y.-Manier ("do it yourself" - ein in der Hardcore-Szene verankerter Grundsatz) stellte sich Cindy van der Heijden an den Merchandise-Stand, um selber T-Shirts und CDs ihrer Band an den Mann und an die Frau zu bringen. Weiter ging es im Programm mit der ... ... metallischen Hardcore-Band Shai Hulud. Das Quintett, benannt nach den Riesenwürmern aus Frank Herberts Science-Fiction-Büchern "Dune - Der Wüstenplanet", hat auch schon einige Jahre an Bühnenerfahrung auf dem Buckel. Gitarrist und ... ... Band-Kopf Matt Fox sagte nach der Show in einem Gespräch mit KURIER.at, dass es für ihn, obwohl selbst schon 38 Jahre alt, eine Ehre ist, als Vorband für Sick Of It All zu fungieren. Shai Hulud haben nach unzähligen Sänger-Wechseln ... ... mit dem erst 21-jährigen Mike Moynihan laut Fox einen permanenten Frontmann gefunden, der mit ihnen auch die voraussichtlich im nächsten Jahr erscheinende, neue Platte aufnehmen wird. Dass er trotz seiner jungen Jahre schon ein gereifter Sänger ist, konnte er deutlich unter Beweis stellen. Auch wenn das vorgetragene Best-of der Band-Diskografie mit drei anderen Sängern auf Platten verewigt wurde, wirkten die Songs so, als wären sie für Moynihan geschrieben worden. Trotz der perfekt eingespielten ... ... Vorstellung wollte auch bei Shai Hulud der letzte Funke nicht auf das Publikum überspringen. Es war den Leuten anzumerken, weswegen sie an diesem Abend in die Arena gekommen waren. Nach einer kurzen Umbaupause und ... ... einigen Feinadjustierungen am Bühnensound war es dann um kurz vor zehn Uhr so weit ...  Sick Of It All enterten die Bühne. Nach einem kurzen Intro, das visuell von Bildern aus vergangenen Band-Tagen untermalt wurde, ging es sofort los. Die schon etwas älteren Herren machten von der ersten Sekunde an klar, dass sie selbst und ... ... ihre Musik keinesfalls in die Jahre gekommen sind. Das 25-jährige Bestehen der Band wurde von Sick Of It All mit 100 Prozent Einsatz gefeiert. Sänger Lou Koller entschuldigte sich bei den Fans sogar dafür, ... ... dass sich im Lauf der Jahre zu viele Hits angesammelt hätten. Da reiche die Spielzeit nicht aus, um alle wiederzugeben. Den Fans, die ... ... sich sogar in den Zugängen zur Halle drängten, um ihre Helden live zu erleben, wurde dennoch ein gelungener Streifzug durch die bisherigen ... ... neun Studioalben der Veteranen geboten. Nach einer schweißtreibenden Show, die trotz Kollers eingangs erwähnter Entschuldigung keine enttäuschten Fans zurück ließ, verabschiedeten sich Sick Of It All vom Wiener Publikum. Es wurde zwar nicht ausgesprochen, aber wenn die Band so weiter macht, ... ... darf man sie in fünf Jahren zum 30-jährigen Bandbestehenwohl wieder an gleicher Stelle bewundern. Sie werden sich jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach schon vorher wieder die Ehre geben.
(KURIER.at / Florian Bauer) Erstellt am
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