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04/09/2012

Dreharbeiten: ORF-Komödie "Alles Schwindel"

Schloss Seibersdorf in Niederösterreich ist Schauplatz der ORF-Komödie "Alles Schwindel". Mit dabei: Ursula Strauss und Benno Fürmann.

von Michaela Mottinger

Udo Samel hat sich gewissenhaft vorbereitet. Hat sich sogar einen Zeichenlehrer genommen. War im Belvedere den "Kuss" besichtigen. Und traf dort auf einen Museumswärter, der – genau wie die Rolle, die Samel spielt – selber malt. Der Burgschauspieler trägt dieser Tage ständig ein Notizbüchlein bei sich, auf dessen Seiten er sich in der Klimt’schen Ornamentik übt. "Wenn man im Handgelenk locker bleibt, klappt es ganz gut", schmunzelt er verschmitzt.

So wie Samel hat am Set von "Alles Schwindel" jeder seine persönliche Klimt-Geschichte. Bibiana Zeller erinnert sich an ein – Titel leider entfallen – Frauenbildnis im Salon einer Schulfreundin, dem bei Besuchen stets der erste Blick galt, Benno Fürmann konkreter an die "Leda". Als Kunstdruck im elterlichen Wohnzimmer. Rothaarig, mit bloßen Schenkeln. "Das war für meine pubertierenden Bubenfantasien ein prägender Anblick."

Der deutsche Filmstar steht mit Samel, Zeller und der für eine KURIER ROMY nominierten Ursula Strauss (Dienstag, 20.15 Uhr auf ORFeins im Staffelfinale von "Schnell ermittelt" zu sehen) im niederösterreichischen Schloss Seibersdorf vor der Kamera. Regisseur Wolfgang Murnberger dreht die ORF-Komödie "Alles Schwindel". In der geht es um Klimts berühmtes Bild "Der Kuss".

 

Original & Fälschung

Dessen Besitzer, der verarmte Graf Leopold von Hohensinn (Fürmann), lässt es aus dem Museum entwenden, um die Versicherungssumme zu kassieren. Derweil hat sich der Museumswärter (Samel) zur Aufbesserung des Kontostands als Fälscher versucht und eine eigene Version des Gemäldes angefertigt. Weshalb auf dem Schwarzmarkt der Kunst plötzlich zwei "Küsse" zu haben sind. Eindeutig einer zu viel. Was sowohl die gräfliche Mutter (Zeller) als auch Fälscher-Tochter Isabella (Strauss) in ärgere Bedrängnis bringt ...

"Ich freue mich, dass ich in Österreich endlich den Komödianten geben darf", so Fürmann. In Deutschland hatte man den Actionhelden und Charakterdarsteller dafür noch nicht entdeckt. "Sonst spiele ich ja eher die Typen, die über jedes Hindernis locker hinwegturnen. Im Gegensatz dazu ist die Figur, die ich hier verkörpere eine, die überall gegenknallt."

Für eine Actionszene haben Uli Brée und Rupert Henning, die Autoren der MR-Film-Produktion, gesorgt. Eine "Kuss"-Szene. Mit zwei Wachhunden, ganz lieben Dobermännern. "Trotzdem", sagt Fürmann, "war das der Drehtag, vor dem ich echt Bammel hatte. Hunde haben etwas Unkalkulierbares." Nachsatz: "Außerdem suche ich mir für den Austausch von Küssen spezielle Personen aus." Ob aus Leopold und Isabella was wird, wollte er aber nicht verraten.

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