23.01.2013
Gut geformt
Der Schalensessel „369“ des Möbelherstellers Walter Knoll besticht durch gerade Linien und eine kompakte Gesamtform.
Der Amerikaner Eero Saarinen hat Ende der 1940er-Jahre mit dem Sessel „Womb“, die Dreidimensionalität auf Polstermöbel übertragen. Die fließende Linienführung sorgte dafür, dass der gesamte Entwurf weitestgehend ohne Kanten ausgekommen ist. Erstmals entstand ein Sesseltyp, der mit all seinen Einzelelementen zur einer einheitlichen Gesamtform verschmolzen ist. Mitte der 1950er-Jahre entwarf der deutsche Möbelhersteller Walter Knoll den Stuhl „369“.
Das kleine Modell besticht durch die kreisförmige Öffnung der Sitzschale und die dreieckige Seitensilhouette. Die Stahlrohrbeine unterstreichen die Geradlinigkeit des Modells. Heute, 56 Jahre später, wurde der „369“ für die Classic Edition des Unternehmens wiederentdeckt. Ergänzt wird das Modell durch einen Glastisch mit gleichem Fußgestell.