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ARCHIV - Luftaufnahme des Great Barrier Riffs vor der Küste Australiens (undatiertes Handout). Die Korallenriffe sind durch den Klimawandel so massiv gefährdet, dass nach Ansicht australischer Wissenschaftler dringend neue Schutz-Methoden entwickelt werden müssen. Für das Great Barrier Reef vor der australischen Ostküste könnten riesige Schattenspender die einzige Chance sein, um Korallenbleiche und damit das Absterben der Riffe abzuwenden, meint Meeresforscher Ove Hoegh-Guldberg von der Queensland-Universität in Brisbane. Foto: Great Barrier Reef Marine Park Authority +++(c) dpa - Bildfunk+++ © Bild: Great_Barrier_Reef_Marine_Park_A/DB
Entdeckung
30.08.2016

Riesiges zweites Riff am Great Barrier Reef

Das Algenriff soll mehr als 6.000 Quadratkilometer groß sein.

Am Great Barrier Reef in Australien ist ein riesiges Algenriff entdeckt worden. "Wir wussten seit den 1970er- und 1980er-Jahren von diesen geologischen Strukturen im nördlichen Great Barrier Reef, aber ihre wahre Form, Größe und gewaltigen Ausmaße waren nie zuvor offenbart worden", sagte Robin Beaman von der James Cook University in Townsville laut einer Mitteilung.

Forscher von drei australischen Universitäten hatten Daten der Marine des Landes ausgewertet, die den Meeresboden mit einer Art Laser-Radar (Lidar) untersucht hatte. Dabei entdeckten die Forscher in 20 bis 40 Meter Tiefe das mehr als 6.000 Quadratkilometer große Riff, wie sie im Fachjournal "Coral Reefs" schreiben.

Korallenbleiche

Die James Cook University hatte erst Ende Mai von verheerenden Folgen massiver Korallenbleiche am Great Barrier Reef berichtet. An den untersuchten Riffen waren demnach im Durchschnitt 35 Prozent der Korallen fast oder ganz abgestorben. Das weltgrößte Korallenriff erstreckt sich 2.300 Kilometer entlang der Ostküste Australiens.

Das nun entdeckte Algenriff könne unter anderem Aufschluss über Auswirkungen von Umweltfaktoren auf das Great Barrier Reef in den vergangenen 10.000 Jahren geben, hieß es von den Forschern. So lange sind die 200 bis 300 Meter breiten und bis zu zehn Meter tiefen, kreisförmigen Hügel ihnen zufolge gewachsen. "Was wir tief hinter dem Great Barrier Reef gefunden haben, hat uns erstaunt", sagte Beaman.