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Die passgenauen Implantate bestehen aus thermoplastischem Kunststoff. © Bild: /Photoreport Helmut Lunghammer
3D-Technologie
21.03.2016

Schädel-Implantat während der OP drucken

Verfahren für künstliche Knochen wurde an der Medizinischen Uni Graz entwickelt.

Den Schädel des Patienten öffnen, die Maße für das Implantat nehmen – und dieses mit dem 3-D-Drucker passgenau anfertigen, um es noch während der laufenden Operation zu implantieren: Das klingt wie Science Fiction, wird aber derzeit an der Universität Graz bereits für den Praxiseinsatz erarbeitet. Den Patienten werden damit Komplikationen durch Passungenauigkeiten erspart, sagt Univ. Prof. Ute Schäfer, Forschungsleiterin des Projekts „iPrint“. Es wurde in Kooperation der Forschungseinheit für Experimentelle Neurotraumatologie undder Montanuniversität Leoben (Department Kunststofftechnik) realisiert. Das Projekt wurde jetzt mit dem Science2Business-Award (25 eingereichte Projekte) ausgezeichnet.

Patienten brauchen keine Zweit-Operation mehr

Die neue Technologie könnte die Abläufe in der Schädelchirurgie teilweise auf den Kopf stellen. Dort spielen Implantate zunehmend eine wichtige Rolle. Sie sind etwa zur Behandlung von Verletzungen nach Schädel-Hirn-Traumata notwendig, aber auch bei Tumoren oder Knochenläsionen. Bisher wurden Implantate anhand von CT-Daten der Patienten von Spezialfirmen gefertigt. „Aufgrund dieser Dezentralisierung ist meist eine Zweitoperation notwendig“, erklärt Schäfer.