Zu kurvig: Coca-Cola verklagt Pepsi
Kampf der Giganten in der Getränkebranche: Weil die Flaschenformen einander zu sehr ähneln, ziehen die Limo-Hersteller vor Gericht.
Coca-Cola gegen Pepsi - das ist Brutalität. In der Getränkebranche bahnt sich ein Showdown vor Gericht an: Coca-Cola hat den Rivalen Pepsi wegen seiner neuen kurvigen Flaschen verklagt. Die Flaschen mit der schlanken Taille seien der klassischen Coca-Cola-Form zum Verwechseln ähnlich, argumentiert der Getränkehersteller aus Atlanta. Das geht aus einer Klageschrift hervor, die beim australischen Bundesgericht in Melbourne einging. Der Streit könnte weltweite Folgen haben.
Der australische Sunday Telegraph enthüllte den Rechtsstreit am Sonntag. Die erste Anhörung fand bereits am 15. September in Melbourne statt, doch machten beide Firmen dies nicht publik. Warum Coca-Cola die Klage in Australien und nicht in den USA einreichte, blieb zunächst unklar.
Flaschen seit 2007
Die Coca-Cola Company wirft dem Konkurrenten Pepsico ("Pepsi", "Gatorade", "Tropicana") Markenverletzung und betrügerisches Verhalten vor und verlangt Schadenersatz in nicht genannter Höhe. Sie habe ihr Getränk seit 1916 in den typischen Cola-Flaschen verkauft. Die Flaschenform sei ein einzigartiges Erkennungsmerkmal für Coca-Cola.
Pepsico räumte ein, dass es seit 2007 neue Flaschen benutzt, wehrt sich aber gegen den Vorwurf, dass dies gegen Coca-Cola-Rechte verstoße. Coca-Cola kontrolliert rund 70 Prozent des Cola-Marktes in Australien.