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© Bild: EPA/epa Larry W. Smith
Währungsfonds
24.03.2016

Warum billiges Öl kein Wachstumstreiber ist

Prognosen der Ökonomen wurden widerlegt - das dürfte zwei wesentliche Gründe haben.

Der Absturz der Ölpreise um rund 65 Prozent seit Mitte 2014 hat das globale Wirtschaftswachstum – entgegen allen Prognosen der Ökonomen – nicht beflügelt. Drei Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben nun versucht, dieses Rätsel zu lösen.

Zwei wesentliche Gründe führen sie dafür ins Treffen. Erstens ist Öl im Vergleich zu früheren Jahrzehnten weit weniger wichtig für die Industrieländer. Und zweitens kommt der Ölpreisverfall gleichzeitig mit einer Phase von null Zinsen. Die Folge: Die Banken können die Zinsen nicht weiter senken, die Inflation aber fällt mit dem Ölpreisrückgang. Damit sind die realen Zinsen (nominelle Zinsen der Banken minus Inflation) höher geworden. Die IWF-Ökonomen glauben daher, dass das Wirtschaftswachstum nur dann anziehen kann, wenn auch die Zinsen zu steigen beginnen.

Experten erwarten nun, dass der Währungsfonds in seiner kommenden Frühjahrsprognose die Wachstumserwartung für die Weltwirtschaft weiter reduzieren wird. Noch im Jänner dieses Jahres hatte der IWF seine globale Wachstumsprognose für heuer um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent angehoben. 2017 sollte es ein Wachstum von 3,5 Prozent geben.