"Markt für Snacks wächst jedes Jahr"
Neue Snack-Varianten sollen für eine weitere Steigerung des Umsatzes von Kelly sorgen.
Das vergangene Jahr war wegen der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien für die Snack-Produzenten ein gutes Jahr. Der Umsatz der Kelly GmbH stieg um 8,5 Prozent auf 153,2 Millionen Euro. Im Gründungsjahr 1955 waren es lediglich rund 44.000 Euro gewesen. Einer der Firmengründer war Namensgeber Major Howard Morse Kelly.
Der aktuelle Firmenchef Wolfgang Hötschl versprühte zum 60-Jahr-Jubiläum des Unternehmens mit Produktionsstätten in Wien und Feldbach Optimismus. "Der Markt für Snacks wächst jedes Jahr ." Derzeit werden an den beiden Standorte etwa 26.000 Tonnen hergestellt. Fast ein Drittel der Produktion sind Eigenmarken von großen Einzelhandelsunternehmen. Der Exportanteil beträgt 20 Prozent.
Hötschl setzt auf starke Marken und Innovation. 50 Prozent des Umsatzes entfällt auf die Marke Kelly’s. Salzchips sind nach wie vor am Beliebtesten. Weitere 25 Prozent bringt Soletti.
Neue Produkte
Umsatzsteigerungen sind nur möglich, wenn laufend neue Produkte auf den Markt gebracht werden. Daher wird nun die Markteinführung von neuen Snackvarianten wie etwa Soletti-Herzen oder Maisstangerl vorbereitet.
Auch wenn Kelly im Inland auf einen Marktanteil bei Snacks von 65 Prozent kommt, geht es nicht ohne internationale Vernetzung . Ein neues, großes Werk für Kartoffelchips rentiert sich ab einer jährlich Produktionsmenge von 5000 Tonnen. Das entspricht der Hälfte des gesamten Marktes für Kartoffelchips in Österreich.
2008 wurde Kelly von der Intersnack mit Sitz in Köln gekauft. Der Jahresumsatz der Muttergesellschaft beträgt zwei Milliarden Euro. Immerhin organisiert Kelly das Snack-Management für die Länder Slowenien, Schweiz und Italien.