Was junge Seher im TV interessiert
Die Mediaagentur Mindshare hat das erste TV-Halbjahr 2015 analysiert. Was funktionerte, was langweilte.
Es war einiges im Fernsehen los im ersten Halbjahr 2015. Die Mediaagentur Mindshare blickt zurück.
Der ORF sorgte mit zwei Produktionen für Furore in diesem ersten Halbjahr.
Der Eurovision Song Contest 2015 war eindeutig das TV-Highlight im ersten Halbjahr. Das Finale 2015 erreichte im Schnitt rund 927.000 Zuseher und einen Marktanteil von 67,7 Prozent in der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen. Anders als bei der Gesamtseher-Zahl hat diese Quote sogar jene des Vorjahres geschlagen: 2014 lag die Durchschnittsreichweite (DRW) bei 745.000 Zuschauern (60,4 Prozent Marktanteil).
Eine Doku-Reihe auf ORF2 zum Thema "70 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg sowie 60 Jahre Staatsvertrag" kam vor allem beim älteren Publikum gut an. Die jeweils drei Spezial-Dokus "Menschen&Mächte" und "Universum History" hatten eine Reichweite über beide Formate hinweg von im Schnitt knapp 135.000 Zusehern. Der Marktanteil belief sich auf 14 Prozent (E 40-69).
Privatsender
Die Privatsender haben dem ORF wieder einige Prozentpunkte abgenommen. Das zeigen die gestiegenen Marktanteile speziell der RTL- und der ProSiebenSat.1-Puls4-Gruppe.
Obwohl die Reichweiten im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind, erzielt die Model-Casting-Show „Germany's next Topmodel" mit Heidi Klum auch in der 10. Staffel im Schnitt rund 160.300 Zuseher und einen Marktanteil von 14,6 Prozent in der Zielgruppe E 12-49. Bei den Frauen (F 12-49) erreicht die Sendung sogar einen Marktanteil von 20,4 Prozent und durchschnittlich 127.000 Zuschauerinnen.
Star-Faktor
Auch in der 12. Staffel immer noch ein Hit bei jungen Sehern: „Deutschland sucht den Superstar". Die durchschnittliche Reichweite stieg im Vergleich zu 2014 sogar noch weiter an und erreichte etwa 114.250 Zuseher (+11 Prozent verglichen mit dem Vorjahr) bei einem Marktanteil von 10,8 Prozent (E 12-49).
Als TV-Experiment von SAT.1 gestartet, floppte „NEWTOPIA", in dem 15 Pioniere ein neues Leben beginnen sollten, mit durchschnittlich nur 9.000 Zusehern zwischen 12 und 49 Jahren (Marktanteil 1,3 Prozent (E 12-49).
ATV punktete mit einer Reihe neuer Eigenproduktionen wie zum Beispiel „Die sieben Todsünden", „Nie wieder Single" oder "So denkt Österreich".
Sehgewohnheiten
Die TV-Nutzung beschränkt sich aber nicht mehr nur auf das klassische Fernsehen. Sie wird durch das ständig steigende Angebot an Streaming-Diensten und Sender-TV-Theken zunehmend individueller mit Video on Demand sowie der Möglichkeit des sogenannten Binge-Watching, dem Schauen von mehreren Folgen einer Fernsehserie am Stück. Die Verteilung der Bruttowerbeausgaben für TV folgen diesem Trend: Für Bewegtbild wird mittlerweile genauso viel ausgegeben wie für einen klassischen TV-Sender.
Über Mindshare
Mindshare ist Österreichs viertgrößte Mediaagentur und führend im Adaptive Marketing. Big Data ist die neue Wahlprognose - mehrfach mit Dashboards besetzte Bildschirme ermöglichen den Überblick über Datenentwicklungen kommend aus dem Marketing-Echosystem der Contextual, Paid, Owned und Earned-Kanälen. Mit einem hohen TV-Anteil von über 50 Prozent garantiert Mindshare Effizienz und Werbewirkung gleichermaßen, www.mindshare.at