Multiscreener rücken vor
euDie Segnungen der Digitalisierung granularisieren unaufhaltsam die Content-Konsumation per Endgeräte-Screens. Der Second Screen gehört allmählich auf der Buzzword-Deponie entsorgt, um dem Triple Screen oder Multiscreen-Nutzer Platz zu machen. Der IAB Europe legt eine diesbezügliche Mediascope-Analyse vor, die ergab, dass "ein Fünftel aller Europäer - 138,6 Millionen Menschen - drei Screens" benötigen, um ihren diesbezüglichen Medienbedarf zu stillen. Auf Online-Europäer heruntergebrochen, ist das bereits "ein Drittel" dieser Konsumenten-Gruppe. Diese Multiscreener sind mehrheitlich jung und zu 54 Prozent männlich.
Als Multiscreener sind jene Content-Konsumenten definiert, die ihre Inhalte-, Service- oder Shopping-Bedürfnisse via TV, PC, Smartphone oder Tablet stillen und dies auch noch in Parallelnutzung tun.
Basis dafür ist die Verfügbarkeit und Verbreitung von Endgeräten mit Screens. Beispielsweise stieg die Durchdringung von internet-fähigen Smartphones unter Europäern seit 2010 um 42 Prozent und macht nun 44 Prozent aus. 50,9 Millionen Europäer gehen mittlerweile via Tablets online und wenden im Schnitt 9,3 Internet-Stunden pro Woche auf.
Während die Online- und TV-Zeit von Second Screenern nahezu gleich ist, steigt die Online-Zeit bei Triple Screenern und Multiscreenern um 48 Prozent. Die TV-Zeit geht zwar zurück. Allerdings nur unwesentlich.
Multiscreening ist mittlerweile eine Screen-Nutzungsszenario, das sich während 24 Stunden des Tages abspielt und deren wichtigste Zeitzone der Abend also die vom TV her bekannte Primetime ist.
Nicht ganz überraschend, ergibt diese Mediascope-Studie, dass sich für Multiscreens nutzende Europäer auf diesen digitalen Wegen mehr Markenberührung- und -kontaktpunkte ergeben und sich daraus höheres Interesse und mehr Nachfrage nach Marken- und Produktinformationen ergibt.
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