3 Millionen Euro Rekordprämie
Bei "Schlag den Raab" gibt es am Samstag einen Rekordgewinn. Beim Turmspringen verunglückte ein Schauspieler.
Verraabung, die – eine flächendeckende Bestellung des privaten Fernseh-Ackers mit Showformaten aller Art, benannt nach dem Entertainer Stefan Konrad Raab. So oder so ähnlich könnte irgendwann in der Zukunft der Eintrag im Synonym-Lexikon lauten. Denn der Mann aus Köln ist mehr denn je Hans Dampf in allen Showgassen.
Am Sonntag erst hatte er seine erste Politshow „Absolute Mehrheit“ präsentiert, für 2013 plant er eine Karnevalssitzung, und am Samstagabend ist er auch wieder im Fernsehen präsent – als wäre seine älteste Programmidee „TV Total“ (seit 1999) längst zum Credo für alle Sender-Verantwortlichen gereift.
Bereits zum 37. Mal tritt der 46-jährige Sohn eines Fleischermeisters in „Schlag den Raab“ (ab 20.15 Uhr, PRO7) an. Seit 2006 existiert jene Sendung, in der hoffnungsvolle Herausforderer den ehrgeizigen Allrounder besiegen wollen. Das Besondere diesmal: Es geht um eine Rekordprämie. Drei Millionen Euro liegen bereit, um erobert zu werden.
Extremes Risiko
Und dennoch steht der Auftritt von Raab heute unter keinem guten Stern. Denn der Actionheld der deutschen Showbranche ist seit jeher für seinen ausgeprägten Hang zu extremen Events wie die Wok-WM, Stockcar-Rennen, Eisfußball oder Autoball bekannt. Und beim Training zu einer dieser mitunter sehr gefährlichen Shows passierte am Mittwoch in Berlin ein dramatischer Unfall.
Für das traditionelle Turmspringen (seit 2004) stand auch der Schauspieler Stephen Dürr auf dem Dreimeter-Brett. Und der landete so unglücklich im Wasser, dass er sich nur benommen aus dem Becken hieven konnte. Um dann ohnmächtig zu werden. Der Notarzt musste kommen, und Dürr mit dem Hubschrauber ins Spital geflogen werden, wo er auf die Intensivstation gebracht wurde. Diagnose: Verdacht auf irreparable Schädigung des Rückenmarks, Gefahr der Lähmung. Erst seit gestern ist der 38-Jährige wieder ansprechbar.