Wellness

Pasta-Esser ernähren sich besser

Die Untersuchung, die im November des vergangenen Jahres beim jährlichen Kongress der US-amerikanischen Obesity Society vorgestellt und nun veröffentlicht wurde, legt nahe, dass Menschen, die regelmäßig Nudelgerichte essen, sich besser ernähren.

Konkret zeigte sich: US-Pasta-Liebhaber halten sich eher an nationale Ernährungsempfehlungen, nehmen im Vergleich zu Nicht-Nudel-Essern mehr Folsäure, Eisen, Magnesium und Ballaststoffe zu sich, essen weniger gesättigte Fettsäuren und weniger Zucker.

Wichtig zur Beurteilung der Erkenntnisse: Die Studie wurde von der US-amerikanischen National Pasta Association in Auftrag gegeben. Als Nudeln wurden nationale und importierte Pasta-Produkte klassifiziert, die ausschließlich aus Weizen bestehen und keine Zugabe von Eiern enthalten. Langfristige gesundheitliche Auswirkungen des Pasta-Konsums wurden nicht untersucht.

"Pasta kann ein effektiver Baustein einer guten Ernährung sein, da es eine ideale Darreichungsform für Obst, Gemüse, fettarmes Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte darstellt", erklärt Ernährungsexperten Diane Welland von der National Pasta Association.

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Gute Kohlenhydrate, böse Kohlenhydrate

Neben den von den Wissenschaftern nachgewiesenen Begleiteffekten eines hohen Pasta-Konsums stellt sich die Frage, wie oft man Nudeln, also Kohlenhydrate, im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung essen sollte.

Grundsätzlich gilt: Nicht alle Kohlenhydrate – und damit auch nicht alle Pastasorten und Nudelgerichte – sind automatisch gesund. Bevorzugt werden sollten komplexen Kohlenhydrate, die unter anderem in Vollkornnudeln enthalten sind. Sie sind hochwertiger als einfache Kohlenhydrate und liefern dem Körper über längere Zeit konstant Energie. Der Magen braucht einige Zeit, um sie zu verdauen. Lebensmittel, die komplexe Kohlenhydrate enthalten, sind außerdem oft auch reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Ihr Fettgehalt ist meist gering.

Richtlinien für eine ausgewogene Ernährung

Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) empfiehlt generell, dass mindestens 50 Prozent der täglichen Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten zugeführt werden sollten. Das entspricht bei Frauen mindestens 230 Gramm und bei Männern mindestens 300 Gramm. Eiweiß sollte in etwa acht bis zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs eines Erwachsenen ausmachen. Fette sollten 30 Prozent ausmachen. Bei einem Energiebedarf von 2.000 kcal entspricht ein Fettanteil von 30 Prozent in etwa 65 Gramm Fett. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren (vor allem in tierischen Produkten enthalten) sollte dabei möglichst gering gehalten werden, da sie einen ungünstigen Einfluss auf die Blutfette haben können.

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