RunNa: Die Leidenschaft ist die Botschaft!

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Vom Glücksrausch und dem Schockmoment in meinem ersten Jahr als Asics Frontrunner.

Mag. Natascha Marakovits

Hm. Soll ich? Soll ich nicht? Wenn ich ehrlich bin, hasse ich es, Bewerbungen zu schreiben. Also weggeklickt. Doch in Gedanken komme ich immer wieder darauf zurück und nur wenige Minuten später lese ich es noch einmal: Werde Asics Frontrunner! Werde Teil der weltweiten Laufcommunity, die mittlerweile in über 30 Ländern weltweit vertreten ist. Was man mitbringen muss: Leidenschaft fürs Laufen. Einfach den Bewerbungsbogen ausfüllen und schon hat man die Chance zum „Botschafter für Bewegung“ zu werden.

Nun gut, wenn ich etwas kann, dann meine Leidenschaft fürs Laufen anderen zu verklickern. Und ja klar würde ich gerne Frontrunner sein. Wer will das nicht? Also warum nicht? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Geil wie eine Marathon-PB!

Ich kann mich noch genau an diesen 3. Jänner 2017 erinnern. Wie bereits erwähnt, hasse ich es Bewerbungen zu schreiben. Da ich mittlerweile ein paar Jährchen den selben Arbeitsplatz habe, ist mir das nun schon eine Weile erspart geblieben. Doch wenn man etwas erreichen will und einem etwas wichtig ist, muss man eben auch andere von sich überzeugen. Es wird niemand an meine Tür klopfen und sagen: Juhu, du bist dabei!

Lange Rede, kurzer Sinn: Ja, ich habe mich an diesem 3. Jänner 2017 als Asics Frontrunner beworben. Warum? Weil ich mich in der Beschreibung der Laufcommunity wiedergefunden habe. Wir Menschen sind doch in der Regel allesamt (ok, es gibt Ausnahmen, aber die lasse ich an dieser Stelle einmal beiseite) Herdentiere. Wollen einer Gruppe oder Gemeinschaft angehören, mit der wir uns identifizieren können, zu der wir uns zugehörig fühlen. Meine Leidenschaft mit Gleichgesinnten teilen und die Botschaft „Laufen ist der geilste Sport der Welt“ (wie ich sie in meinen Worten kurz zusammenfasse) in die Welt hinauszutragen, waren schließlich das ausschlaggebende Motiv, warum ich mich beworben habe.

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Genau sieben Wochen später, am 21. Februar, war es dann soweit: Um 8.32 trudelte das lang ersehnte Mail ein. Betreff: Willkommen als Asics Frontrunner. Oh wow! Dieser Moment fühlte sich ungefähr so an, wie der Gewinn einer Major-Marathonreise mitsamt neuer PB beim Marathon! Ungefähr so war das Feeling an diesem Tag. Ich schwebte im siebenten Läuferhimmel.

Kickoff mit Schockmoment

„Wer will 3:30 bis 4:00 laufen?“ Ein, zwei Hände gingen in die Höhe. „Wer ca. 4:00 bis 4:30?“ Ein Großteil der Hände wurde nach oben gestreckt. „Und wer 4:30 bis 5:00?“ Die restlichen Hände schnellten nach oben. „Bleibt dann noch jemand übrig?“ Äh ja. Etwas zögerlich und eigentlich gleich im Erdboden versinken wollend, strecke ich meine Hand in die Höhe. Ich stehe beim offiziellen Frontrunner Austria Kickoff Meeting startbereit wie alle anderen vor unserem Hotel. Bereit für einen einstündigen gemeinsamen Lauf. Gemeinsam ist gut bei diesen Pace-Angaben. Ein paar hundert Meter? Ja. Oder ein paar Kilometer all out? Ja. Aber eine Stunde?! Und dabei vielleicht noch quatschen sollen statt kotzen müssen. Never ever!

Zum Glück hat in diesem Moment niemand meinen „Wie soll ich das überleben“-Blick gesehen. Doch kurzer Schockmoment umsonst, denn eine nette Teamkollegin hat sich quasi „erbarmt“ und ich musste weder an der Kotzgrenze laufen, noch alleine traben.

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Warum ich das so betone? Weil in meinem Frontrunner Austria Stall nur Rennpferde am Start sind. Da ist zum Beispiel Bernadette Schuster. Eine Sub 3 Marathonfrau, mit der ich dann nach näherem Kennenlernen doch mehr gemeinsam habe, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Oder Stephan Listabarth, der im Mai erstmals die 30 Minuten Schallmauer auf 10 km durchbrach. Als Pony – die Geschichte dazu gibt es hier nachzulesen – fühlt man sich da vielleicht fehl am Platz. Aber ist das wirklich so?

Leidenschaft ist alles

Mein Laufjahr 2017 war ein einziges Auf und Ab mit mehr Ab als Auf. Und das genau in meinem ersten Jahr als Frontrunner. Ich haderte oft damit. Denn während meine Teamkollegen einen Pokal nach dem anderen abräumten, hatte ich damit zu kämpfen überhaupt wieder in die Gänge zu kommen. Es war alles andere als ein einfaches Jahr.

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Doch was mir das Jahr gezeigt hat: Auch Ponys werden gut im Rennstall aufgenommen. Egal welche PBs man vorzuweisen hat. Asics Frontrunner sind eine Gemeinschaft, bei der nur eines zählt: Die Leidenschaft fürs Laufen. Die verbindet. Nicht nur virtuell über soziale Netzwerke, über die man sich mit Frontrunner Kollegen auf der ganzen Welt verbinden kann, sondern vor allem auch im realen Leben. Ich habe in diesem Jahr sehr viele neue Menschen kennengelernt. Und genau darum geht es doch: Um die Herde, die eines gemeinsam hat: die Liebe zum Laufen. Da belegt jeder von uns Platz Eins. Egal, wie oft man tatsächlich am Stockerl steht.

Bewerben

Und nun, ein Jahr später habe ich die Gewissheit: Ich bin auch 2018 dabei. Ich freue mich auf ein spannendes Jahr. Mit neuen Pferden im Team Austria Stall. Denn am kommenden Montag startet die Bewerbungsphase. Jeder hat die Chance Teil des Rennstalls zu werden. Denn „Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll“ hat Johann Wolfgang von Goethe gesagt. Genauso ist es. Egal ob Rennpferd oder Pony.

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