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Das burgenländische Label „ruthgold“ hat das GOTS-Gütesiegel. © Bild: Raimo Rumpler
Messe
05.09.2013

Ethische Mode etabliert sich

In Linz stellen Designer Öko-Mode aus, die sogar ein Gütesiegel hat. Plus: Stimmen Sie ab wer ausstellen darf.

Grün ist das neue Schwarz“ – seit einiger Zeit erlebt ethische Mode einen Aufwind, Labels und Messen schießen aus dem Boden. Was aber genau zur Öko-Fashion zählt, ist eine Frage der Interpretation. Denn der Begriff ist nach wie vor nicht eindeutig definiert. Alle Ansätze vereinen die Balance zwischen ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekten.

Einen guten Überblick gewinnt man derzeit auf der Messe „WearFair & mehr“, die Ende September zum zweiten Mal in Linz stattfindet. „WearFair“-Geschäftsführerin Uta Varty erklärt, worauf es bei „grüner Mode“ ankommt: „Sie soll ökonomisch verträglich und sozial fair produziert sein. Sprich: Menschen sollen fair bezahlt werden, sichere Arbeitsbedingungen und einen fixen Job haben und vor allem soll es keine Kinderarbeit geben. Außerdem sollten Bio-Produkte verwendet werden.“

Um Ressourcen zu schonen, setzen immer mehr Designer auf Recycling: Aus einer Männerjeans wird ein Kleid, aus dem Lieblingspullover ein neuer Rock. Neue Materialien wie Bambus, Pinienäste oder PET-Flaschen haben mittlerweile Einzug in die nachhaltige Modebranche gefunden. Biologisch angebaute Baumwolle wird beliebter, hat aber mit rund 0,1 Prozent einen verschwindend kleinen Anteil an der globalen Ernte.

Kennzeichnung

Gütesiegel machen faire Mode mittlerweile erkennbar. „Sie sind eine echte Hilfestellung in diesem Dschungel“, sagt Varty. „Global Organic Textil Standard“ (GOTS) steht beispielsweise für Mode aus Naturfasern, wovon mindestens 70 Prozent aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft stammen müssen. Auch Färbung und Endverarbeitung unterliegen hier strengen Richtlinien. Sehr ähnliche Auflagen hat das Gütesiegel „IVN Naturtextil – Best“, das im europäischen Raum bekannter als GOTS ist.

Mittlerweile werden die „fairen Produkte“ nicht nur hochpreisig angeboten: „Ein Preis sagt mittlerweile nichts mehr über die Qualität aus“, sagt Varty. Deshalb wählt sie auf ihrer Messe in Linz die Aussteller unter anderem so aus, dass Besucher auch preiswerte Mode finden.

Diese Labels werden heuer unter anderem auf der „WearFair & mehr“ vertreten sein:

Mehr über die Messe und Gütesiegel finden Sie auf www.wearfair.at.

Abstimmung

Ein Ausstellungsstand der „WearFair & mehr“ war bis vor kurzem noch leer - Sie konnten eine Woche lang abstimmen, wer ihn bekommt und gewonnen hat:

© Bild: Hersteller
URBAN FOXXES
Das Vorarlberger Modeabel widerverwertet und upcycelt Kleidung, Gürtel, Taschen und Möbel zu zeitlosen Unikaten.
www.facebook.com/urbanfoxxes

Die Designerin trat gegen folgende Labels an:

© Bild: Hersteller
The Feltmaster-Company
Astrid Resch beschäftigt sich seit etwa fünf Jahren mit Naturfasern und Filzen von lokalen Bio-Faser-Produzenten des Waldviertels. Vor allem Leinen, Hanf, Flachs sowie Lama-, Alpaca- und Schafwolle kommen hier zum Einsatz.
© Bild: Hersteller
Aluc
Das Berliner Upcycling-Label wurde von den drei Freundinnen Luise Arianna und Carina gegründet. Ihre Materialien für die Mode stammen von großen Textilfirmen, die die Stoffe verbrennen oder wegschmeißen würden. Dadurch, dass sie ausschließlich Reststoffe aufwerten, sind ihre Produkte allerdings nur in limitierten Serien bzw. als Unikate erwerbbar.
aluc.eu
© Bild: Hersteller
REFISHED fair fashion
Eine lange Reise durch Asien hat Sissi zu ihrem Label inspiriert: Seit November 2012 entwirft sie Mode, Taschen und Accessoires aus upcycelten Materialien wie Zementsäcken oder Fischfuttersäcken. Auf jedem REFISHED Label ist nicht nur der Ort und das Material des Produkts ersichtlich, jeder Näher unterschreibt sein gefertigtes Produkt auch mit seinem Namen. Jedes Stück ist ein Unikat.
www.refished.com
© Bild: taiwishi
Taiwishi
Mit seinen tailwindshirts möchte das Label taiwishi den Träger "den Wind im Rücken zu spüren" lassen.Eine einfache Message soll positive Stimmung transportieren. "May the wind always be at your back..."
www.facebook.com/taiwishi