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Isa Trends
10.11.2012

Recycling de luxe bei Hermès

Aus Isabella Klausnitzers Style-Blog isatrends.at.

Die Kreativwerkstatt “Petit h” verwandelt wertvolle Reste aus der Hermès-Produktion in begehrenswerte Kunst- und Wohnobjekte!

Alltag bei der Kleiderherstellung: Ein Lederrest fällt beim Zuschnitt vom Tisch, oder es gibt einen winzigen Makel an einem Seidentuch, sodass es ausrangiert werden muss, da es dem hohen Qualitätsanspruch nicht mehr genügt. Wohin dann mit Leder, Rosshaar, Seide, Frottee, Verschlüssen und Stoffresten?

Hermès hat die Lösung!

© Bild: Hersteller
Im hauseigenen Kreativlabor “Petit h” wird der Mode-Rest von Birkin-Bag & Co zu Kleinkunstwerken neu zusammengefügt. Ein Sattler, eine Schneiderin, ein Glasarbeiter, Möbeltischler und ein Silberschmied arbeiten in der Kreativwerkstatt zusammen und formen Reste eines Seiden-Carrés zu einem Lampenschirm, eine Kelly-Bag mit winzigen Fehlern wird kurzerhand zur schicken Kuckucksuhr, und übriges Krokodilleder wird zu Koffern verarbeitet.

Diese Wiedergeburten werden bei Hermès “UPO’s” – Unbekannte Poetische Objekte – genannt. Ihre Entstehung hat philosophischen Hintergrund, die Re-Kreation. Was bedeutet: Aus alt wird neu, aus Tradition wird Zukunft.

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Erfunden hat das Konzept “Kleines h” Pascale Mussard, Nachfahrin der Hermès-Familie in 6. Generation, die das Projekt 2009 mit großer Willenskraft ins Leben rief. In einem Interview mit der VOGUE erinnert sie sich: “Wenn aus einem wunderschönen, speziell ausgewählten Leder alle Elemente für eine Handtasche ausgeschnitten sind, bleibt sehr viel Material übrig, das genauso edel ist. Diese Stücke interessieren mich: Es hat mir das Herz zerrissen, wenn so etwas weggeworfen wurde.”

Seit ihrer Kindheit trägt Pascale den Spitznamen “Nicht-wegschmeißen-das-kann-man-irgendwann-noch-gebrauchen”. Ihr liegt das Projekt wirklich am Herzen, und sie hat eine genaue Vorstellung für dessen Zukunft: Externe Künstler sollen an den Projekten mitarbeiten, der unverkennbare Hermès-Stil soll dabei bewahrt, aber neu interpretiert werden. Frei, ungezwungen, extravagant.

Die Kunstwerke entstehen unabhängig von Saisonskollektionen, werden für kurze Zeit in einer bestimmten Hermès-Boutique präsentiert. Und ziehen dann weiter mit zwei bis drei Stationen pro Jahr durch die Hermès-Boutiquen der ganzen Welt.

Nähere Infos dazu finden Sie hier!

Wenn Ihr Interesse an recycelten Wohngegenständen und allem, was dazugehört, nun geweckt wurde, empfiehlt sich ein Blick auf FOGS’ Thema des Monats “Green Living”: http://fogs-lifestyle.com/article/green-living/. Hier finden Sie alles rund um nachhaltige und zugleich einzigartig individuelle Einrichtungsgegenstände.

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