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© Bild: Isa trends
Isa Trends
14.11.2012

Isas Interview mit Loree Rodkin

Aus Isabella Klausnitzers Style-Blog isatrends.at.

Glamourös, rockig, manchmal düster, meistens “goth”, immer Rock’n'Roll: Loree Rodkin zählt zu Hollywoods hippsten Jewellers und ist Spezialistin für Statement-Pieces mit Mystiktouch. Trademark: mittelalterliche Symbole wie keltische Kreuze, Totenköpfe (trendunabhängig!), schwarze Steine, Rock’n’Roll-Diamanten. Madonna sammelt “alles”. Zu ihren Stammkunden zählen Elton John, Keith Richards, die Olsen-Twins und Michelle Obama. Ich kann mir grade mal ihr Loree-Rodkin-Parfum leisten, aber selbst das ist zum Süchtigwerden. Loree Rodkins Schmuck und Duft gibt es jetzt auch in Wien zu kaufen, bei Anna Singers Haute & Fine Jewellery (Kohlmarkt 11, www.anna-finejewellery.com).

Isa traf Loree Rodkin zum ausführlichen Interview in Annas Store.

Sie bezeichnen sich selber als “global nomad”, das heißt, Sie reisen sehr viel. Wohin zum Beispiel?
Gerade eben komme ich aus Kasachstan, davor war Tokio und Paris und natürlich die neue Märkte China und Moskau.

Haben Sie schon viele Kunden in Russland und China?
Russland ist zwar jetzt noch stärker als China, aber das wird sich auch bald ändern. China ist der absolut wichtigste neue Markt. Persönlich liebe ich Japan, die Japaner haben mich quasi entdeckt.

Wie unterscheiden sich russische und chinesische Frauen geschmacks- und stilmäßig?
Chinesinnen lieben riesige Diamanten (lacht). Und viel Glanz. Sie bevorzugen weiße Diamanten. Die Russinnen hingegen sind viel mondäner, sie kaufen alles, was ich designe, das ist doch großartig. Russische It-Girls sind ganz verrückt nach meinen grauen Diamanten. Russinnen wollen zeigen, was sie haben, und sie wollen nur das Allerbeste. Was Besseres kann einem als Schmuckdesigner nicht passieren.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?
“Modern meets medieval with a twist” und “Rock chick fabulous”.

Wie wurden Sie Schmuckdesignerin?
Ursprünglich war ich ja Inneneinrichterin, ich designte Häuser für Rockstars, z.B. für Rod Stewart. Damals in den 1980ern lebte ich mit Don Henley von den Eagles (der mir übrigens zwei Songs gewidmet hat, “New Kid in Town” und “Wasted Time”). Und später dann mit Bernie Taupin, Elton Johns Songschreiber. Das war meine erste Karriere. In meinem zweiten Karriereleben war ich Managerin von Brad Pitt, Robert Downey Jr., Sarah Jessica Parker.

Verdanken die Ihnen ihre Karriere?
“I put Brad Pitt in ‘Thelma and Louise’. I launched him.”

Und wie kamen Sie zum Schmuckdesign?
Ich liebe Schmuck, immer schon. Aber das, was mir gefiel, gab’s einfach nicht. Es gab keine Totenköpfe, kein geschwärztes Gold, kein Goth, überhaupt keine coolen Sachen. Also musste ich es selbst entwerfen. Das war 1989. Vorbild war mir Barry Kieselstein-Cord und seine einzigartigen Alligator-Gürtelschnallen und -Armreifen. Ich wollte unbedingt einen anderen Zugang zu Schmuckdesign. Dass ich damit Trends setzen würde, daran hätte ich niemals im Traum gedacht. Aber ich hatte immer schon einen anderen Beat, schließlich komme ich vom Rock’n'Roll. Die Japaner waren übrigens meine ersten Kunden, dann entdeckte mich Steven Tyler, und dann kam Elizabeth Taylor. Der Rest ist History (lacht). Madonna zählt auch zu meinen Kundinnen. Und Michelle Obama. Da bin ich schon sehr stolz.

Wie kamen Sie zu Michelle Obama?
Indirekt über Oprah Winfrey, die kaufte Loree-Rodkin-Ohrringe in Michelle Obamas Chicagoer Lieblingsstore Ikram. Dessen Inhaberin Ikram Goldman war gleichzeitig auch die Stylistin der neuen First Lady. Ms. Obama trug dann meinen Schmuck am “Inauguration Ball”. Eine unglaubliche Ehre.

Was sind Ihre persönlichen Lieblingsstücke?
Meine “Bondage”-Ringe. Ohne die verlass ich nicht das Haus. Man hat sie mir übrigens tausendfach kopiert, aber nur meine sind das Original.

Was ist Ihr Lieblingsstein?
Diamanten. In allen Schattierungen und Schliffen. Ich muss in meinem früheren Leben eine Elster gewesen sein. Am meisten liebe ich graue Diamanten, passen so schön zu meinen Rick-Owens-Outfits. Der ist übrigens mein Lieblingsdesigner. Ich mag auch in der Mode keine Farben, nur farblose Farben, wenn Sie verstehen, was ich meine. Mauve, taupe, grau und so.

Mit welchem Metall arbeiten Sie am liebsten?
Weißgold, gern auch geschwärzt. Ich mach zwar auch viel in Roségold, trag das aber nicht, weil es nicht zu meinem Hautton passt.

Welches Schmuckstück sollte jede Frau besitzen?
Einen tollen Ring. Ich liebe Ringe am Mittelfinger getragen, dadurch bekommt die Hand eine viel schönere Bewegung, und Daumenringe sind sehr im Trend. Ich trag übrigens auch Zehenringe.

Darf ein Mann Schmuck tragen?
Wenn er ein Pirat ist (lacht). Nein, im Ernst, ich liebe Männerarmbändchen zum Anzug.

Tragen Sie nur Ihren eigenen Schmuck oder tragen Sie manchmal fremd?
Nur eigenes Design, aber für den türkischen Jeweller Sevan mach ich schon mal eine Ausnahme. Er macht atemberaubenden Schmuck.

Nennen Sie fünf Frauen, lebend oder tot, für die Sie gerne Schmuck entwerfen würden.
Nancy Oakes von Hoyningen-Huene.
Elizabeth Taylor.
Diane Vreeland.
Gala Dalí.
Cher. I love Cher.

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