"Nicht viele Städte würden Gery das erlauben"
Die Chefin der italienischen Vogue Franca Sozzani zeigte sich im KURIER-Gespräch vom Life Ball überwältigt.
Erwartet hatte sie sich offenbar eine der üblichen Charity-Partys. Denn im Gespräch mit dem KURIER zeigte sich Franca Sozzani restlos überwältigt: "Der Life Ball ist unglaublich. Ich habe nicht gewusst, wie großartig, stark und toll dieses Fest ist."
Dabei war die Chefin der italienischen Vogue selbst in die Vorbereitungen invol- viert. Engagiert von MINI, war sie für die Konzeption der Modeschau verantwortlich und gestaltete den Life Ball MINI 2012. Einen Roadster, den ersten offenen MINI-Zweisitzer der Kultmarke.
Dazu kennt die mächtigste Frau der italienischen Modeszene alle Feste dieser Welt. Wurde erst kürzlich im Pariser Élysée-Palast mit dem höchsten französischen Verdienstorden, der "Légion d’Honneur", geehrt.
"Es ist eine große Ehre und freut einen, wenn die Arbeit anerkannt wird", lächelte Sozzani, um gleich danach wieder in Lob auszubrechen: "Ich bin zum ersten Mal in Wien. Habe eine kleine Tour durch die Stadt gemacht. Wunderschön, und ich habe den Eindruck, es muss angenehm sein, hier zu leben. Die Leute sind so freundlich, überhaupt nicht steif."
Die Modeschau hatte sie nicht als Retrospektive, sondern als aufregende Mischung aus Mode-, Film- und Opernwelt angelegt: "Ich habe an Fellini und Visconti gedacht." Bei der Gestaltung des lila MINI, der bei der Versteigerung 54.000 Euro einbrachte, waren es Blumen, die sie inspirierten. "Wenn man eine Blume sieht, freut man sich. Sie sind ein Symbol für Freude und Leben. Und dafür setzt sich auch der Life Ball ein."
Und schon beginnt sie wieder zu schwärmen: "Fantastisch, dieser Ball. Mit nichts zu vergleichen, was ich bisher auf diesem Gebiet erlebt habe. Die ganze Stadt ist involviert. Man fürchtet sich nicht davor, offen zu den Möglichkeiten sexueller Ausrichtung zu stehen. Nicht viele Städte würden Gery das erlauben."
-
Hauptartikel
-
Interview