Sport/Wintersport

Rang drei: Skisprung-Star Kraft meldet sich eindrucksvoll zurück

Am Freitag hatte Stefan Kraft noch einen veritablen Absturz fabriziert und sich nicht für den ersten Weltcupbewerb in Nischnij Tagil qualifizieren können. In der Qualifikation reichte es für den dreifachen Weltmeister nicht für die Top-50, sogar ein türkischer Springer überflügelte den Superstar.

Doch im Stile eines Großen zeigte der 28-Jährige sich im zweiten Bewerb in Russland stark verbessert und die richtige Reaktion. Mit dem dritten Platz hinter dem Norweger Halvor Egner Granerud und dem Deutschen Karl Geiger sorgte er für den ersten Podestplatz der ÖSV-Adler in diesem Winter.

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"Das gibt Selbstvertrauen, ich bin glücklich", zeigte sich Stefan Kraft erleichtert. In der Qualifikation war er noch hinterher gesprungen (105,5 Meter), im Wettkampf lief es dann besser. Zur Halbzeit noch auf Rang 14, verbesserte sich der dreifache Weltmeister mit einem Satz auf 127 Metern noch auf den dritten Platz.

Dabei profitierte er auch vom immer stärker werdenden Schneefall, der die Anlaufspur langsamer machte und das Ergebnis durcheinanderwirbelte. Daniel Huber fiel vom vierten auf den elften Rang zurück, der Halbzeit-Zweite Jan Hörl stürzte auf Platz 24 ab.

Absturz von Stoch & Kubacki

Zu Beginn der Saison präsentieren sich übliche viele Stars noch äußerst wankelmütig. Die beiden prominenten Polen Kamil Stoch und Dawid Kubacki schafften am Sonntag nicht den Sprung in den Finaldurchgang, für den ehemaligen japanischen Gesamtweltcupsieger Ryoyu Kobayashi war gar schon in der Qualifikation Endstation (Anzugvergehen).

Die Springer bleiben nun weitere zwei Tage zum Training in Nischnij Tagil und reisen dann in einem Charter gemeinsam zur nächsten Weltcup-Station nach Ruka (Finnland), wo am kommenden Wochenende zwei Bewerbe auf der Großschanze auf dem Programm stehen.