Blaha im EM-Finale vom 1-m-Brett Achter
Der Wiener verliert erst gegen Ende des Bewerbs das Podium aus den Augen.
Österreichs Parade-Wasserspringer Constantin Blaha schraubte sich bei der EM in Berlin im 1-Meter-Finale auf Rang acht. Mit 383,05 Punkten war der 26-Jährige 37,05 Zähler von den Medaillen weg. Nach drei seiner sechs Sprünge war der Wiener in Schlagdistanz zu den Podestplätzen gelegen, doch seine zweieinhalb Salti rückwärts gehockt warfen ihn zurück.
Gold ging an den Deutschen Patrick Hausding (428,65). Der Lokalmatador siegte am Dienstag als erster Deutscher seit 14 Jahren in dieser nicht-olympischen Disziplin.
Der Schwimmer David Brandl hat in Berlin seinen zweiten Top-16-Platz fixiert. Nach Rang 15 über 400m Kraul zog der 27-Jährige als 14. in das Semifinale über 200m Kraul ein. Über beide Strecken blieb er unter den WM-Limitzeiten für Kasan im August 2015. Mit Christian Scherübl (28./1:49,79) und Felix Auböck (33./1:50,18) schieden die anderen beiden OSV-Aktiven über 200 m Kraul aus.
Speziell Scherübl hatte sich definitiv mehr erwartet. Der Steirer hat seinen Vorlauf zwar gewonnen, dennoch reichte es nicht. "Vielleicht hätte ich noch wen neben mir gebraucht, der mir Stoff gibt", erklärte der Steirer. "Ich hätte eine 1:48 erwartet, dann wäre ich auch weiter. Dieser Wettkampf spiegelt jedenfalls nicht meine Trainingsleistung wieder." Für den 20-Jährigen beginnt nächste Woche ein neuer Lebensabschnitt, es geht zum Studium nach Dallas.
Pech hatten Birgit Koschischek (20.) und Jakub Maly (18.). Dem 22-Jährigen fehlten über 200m Lagen in 2:02,19 Minuten 31 Hundertstel auf den Aufstieg. "Da war mehr drinnen", sagte der Student der University of Minnesota. Heiko Gigler zahlte in seinem Hauptbewerb Lehrgeld, in 2:08,21 wurde er abgeschlagen 35.