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Sport
22.05.2012

Ticketskandal in London um ukrainischen Funktionär

Knapp zwei Monate vor der Eröffnungsfeier sind die Olympischen Spiele in London von einem Ticketskandal erschüttert worden.

Der Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine, Wolodmyr Geraschtschenko, soll sich nach BBC-Informationen bereiterklärt haben, auf dem Schwarzmarkt bis zu 100 Olympia-Tickets zu verkaufen.

Die BBC enthüllte am Dienstag in der Sendung " London News", wie der Sportfunktionär mit einem als Schwarzmarkthändler getarnten Reporter über Eintrittskarten-Deals gesprochen hat. Dabei erklärte Geraschtschenko, Bargeld als Zahlungsmittel vorzuziehen.

Nur Stunden nach Bekanntwerden des Skandals wurde Geraschtschenko von Sergej Bubka, dem Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine, suspendiert. "Ich habe ihn suspendiert und werde morgen eine unabhängige Kommission damit beauftragen, den Fall aufzuklären", sagte Bubka am Rande des internationalen Sportkongresses "SportAccord" im kanadischen Quebec.

Der Stabhochsprung-Weltrekordler, seit 2008 Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee ( IOC), informierte zudem das IOC vom Fehlverhalten seines Landsmanns. Das ukrainische NOK soll 2.900 Tickets vom IOC erhalten haben.

Nicht genehmigte Ticketverkäufe sind in Großbritannien illegal und können mit einer Geldstrafe in Höhe von bis 20.000 Pfund (24.731 Euro) belegt werden. Als er vor laufenden Kameras mit seiner verbotenen Handlung konfrontiert wurde, stritt Geraschtschenko alles ab. Er habe nie vorgehabt, in Großbritannien Karten zu verkaufen, sagte er.