Roman Gregory will zurück in den Ring
"Gegner, bitte melden!" - der Alkbottle-Sänger will nach 20 Jahren wieder boxen.
Wenn "die Damenwelt", wie er sagt, sein Sixpack begehrlich bewundert, dann hat der gebürtige Meidlinger Roman Gregory (40) stets eine Standardfloskel zur Hand: "Greifen S' ruhig hin, gnä Frau, aber brechen S' Ihna nix." Der Frontman der Kult-Combo "Alkbottle", der gern authentisch den Charme der Peripherie verströmt, ist stolz auf sein nahezu unverändertes Welter-Gewicht, in dem er einst - zwischen 17 und 19 - Wiener Meister und sogar österreichischer Vize-Staatsmeister war: "Damals waren's 67 Kilo, heut' sind's 73."
Seine Amateurbilanz? "25 Kämpfe, 18 Siege, zehn durch K.o. - aber ich war nie ein Killer im Ring. Meine Stärken waren Schnelligkeit und Zähigkeit. Die Grund-Kondi vom jahrelangen Boxtraininig kommt mir noch heute auf der Bühne zugute. Boxer und Sänger schütten ja ähnlich viel Adrenalin aus bei der Arbeit."
Gregory, der mit Frau Irena, Kind Elena (4) und Hund Mubu (9) im "12. Hieb" lebt, wo er auch als Präsident des Toni-Polster-Klubs SC Wiener Viktoria (Oberliga A) firmiert, will nun nach 20 Jahren zurück in die Arena der fliegenden Fäuste.
Freitag tut er das noch "im Guten": Beim Boxabend im ÖGB-Haus am Kai (1020, Johann Böhm Platz 1, 20 Uhr, Restkarten unter: anna.pfabl@gmx.at) steigt er als Dean-Martin-Interpret ins Seilgeviert: "Statt ,Everybody Loves Somebody' sing i 'Jeder haut an ander'n in die Gosch'n ...'"
Aber für einen Promi-Fight sucht er bereits fieberhaft Gegner: "Zwa Jahr' wart i, ob si aner meld't. Dann such i ma selber an aus - weil: Patienten gabert's ja gnua in der Society ..."