Nadal: "Ich war dem Tennistod nah"
Questions in English, please.“ Der erste Satz bei Pressekonferenzen wiederholt sich stets, egal ob der Interviewte Rafael Nadal oder Pablo Carreno Busta heißt. Das ist längst Gesetz in Paris.
Rafael Nadals Antworten sind seit seinem ersten Antreten 2005 eigentlich auch immer die selben, vor allem wenn er nicht in der Muttersprache parlieren darf. „Ich habe gut gespielt, aber der Gegner auch, ich muss mich noch steigern, wenn ich das Turnier gewinnen will ...“ und so weiter und so fort. Der Gegner, der am Freitag gegen ihn in der zweiten Runde gut gespielt hat, heißt Martin Klizan, kommt aus der Slowakei und durfte dem Spanier zum 4:6-6:3-6:3-6:3-Erfolg gratulieren.
Der seidene Faden
Dass Nadal überhaupt der größte Sandplatzspieler der Geschichte wurde, gilt als kleines Wunder. Ende 2005, Nadal hatte sechs Monate zuvor erstmals in Paris gewonnen, stellten die Ärzte bei ihm eine Erbkrankheit, eine Deformation des Knochens fest, nachdem er im linken Fuß große Schmerzen hatte.
Fragen zu dieser Misere wurden ihm in Paris nicht gestellt. Aber zur neuerlichen Verletzung, die ihn zur halbjährigen Pause zwang. Nach seiner überraschenden Zweitrunden-Niederlage gegen Lukas Rosol in Wimbledon war er verschwunden. Lange herrschten große Zweifel an einer Rückkehr, die Patellarsehne schmerzte. Mittlerweile hat Nadal seit seinem Comeback im Februar erst zwei Spiele verloren, sogar den Hartplatz-Klassiker in Indian Wells gewonnen. Rafael Nadal sagt aber: „Ich genieße jede Minute, denn ich weiß nicht, wie lange das Knie noch hält.“
Allerdings pausierte Nadal auch 2009 für einige Monate. Er kam zurück – und gewann im Jahr darauf in Paris, Wimbledon und bei den US Open.
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