Sport/Motorsport

Red Bull plant schon für WM-Party

Viele Fahrer bedauern, dass das Finale der WM nicht mehr in Japan stattfindet. Denn die legendären WM-Schlussfeiern in den Karaoke-Lokalen waren Teil der Formel-1-Geschichte.

Mit dem Höhepunkt 2003: Da torkelte Williams-Pilot Ralf Schumacher mit Toyota-Shirt durch die Gegend, während sein kaum weniger angetrunkener Bruder Michael mit dem Gabelstapler durch die Gegend fuhr - und in eine Wand krachte. Schließlich soll in bester Rockstar-Manier sogar ein Fernseher durch ein Fenster geflogen sein.

Zuversicht

Doch auch beim kommenden Grand Prix in Suzuka am Sonntag (8 Uhr/live ORFeins, RTL, Sky) liegt Finalstimmung in der Luft. Der überlegen in der Weltmeisterschaft führende Sebastian Vettel wird sich zum jüngsten Doppelweltmeister in der Geschichte der Formel 1 machen, sofern er zumindest Zehnter wird - oder der Engländer Jenson Button nicht gewinnt. Vier Rennen sind danach noch zu fahren bis zum echten Finale in Brasilien (São Paulo) am 27. November.

Herumrechnen wird Sebastian Vettel aber bestimmt nicht. "Ich versuche, nicht an die WM zu denken, sondern mich auf das Rennen zu konzentrieren", sagte der 24-Jährige. "Es gibt keinen Grund, etwas anders als sonst zu machen. Wir wollen das Beste aus dem Auto herausholen." Ohnehin will er sich nach zwei Suzuka-Siegen hintereinander auch diesmal nicht mit Rang zehn begnügen. "Das wäre auch ein Grund zu feiern, aber es wäre nicht dasselbe", befand Vettel. "Wir schauen nicht auf den einen Punkt, sondern auf die 43, die in Suzuka für das Team zu holen sind", sagte auch Teamchef Christian Horner.

Button allerdings will sich als Spaßbremse versuchen. "Ich würde hier so gern einmal gewinnen, auch wenn eine gewisse Person das mit dem Titelgewinn überschatten würde", sagte der Engländer in Richtung Vettel.

Partystimmung

Der Deutsche und sein Red-Bull-Team haben sich schon längst nach einer geeigneten Location für eine WM-Party umgesehen. Die legendären Karaoke-Hütten zwischen Hotel und Strecke, in denen schon so mancher feuchtfröhliche Jubelsong geschmettert wurde, suchte Vettel jedoch vergebens. "Es gibt also keinen Gesang mehr. Leider - oder vielleicht auch glücklicherweise."

Prompt zeigte sich sein Landsmann Michael Schumacher hilfsbereit. "Ich werde ihm dann etwas zeigen", versprach der Rekordweltmeister. Zwei seiner sieben Titel holte Schumacher in Suzuka. Und der 42-Jährige weiß auch, wie vorteilhaft ein vorzeitiger Triumph ist: "Dann kann man schon vorher die T-Shirts drucken."

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