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Sport/Fußball
22.05.2012

Vastic ist weg, Austria will Foda

Der Deutsche verhandelt aber auch mit Kaiserslautern. In der neuen Saison will die Austria wieder offensiver spielen.

Montag, 18.40 Uhr sagte Austria-Vorstand Markus Kraetschmer das, was eh schon alle wussten: "Wir haben uns nach einem langen Gespräch von Ivica Vastic getrennt." Heißt soviel, dass die Option auf eine Vertragsverlängerung nicht gezogen wird. "Er selbst wollte es auch so."

Nichts Neues an sich, was bei der Aufsichtsrats- und anschließend bei der Verwaltungsratssitzung am Montag herausgekommen ist. Neu ist hingegen das Bekenntnis zu Franco Foda. "Er ist unser Wunschtrainer", sagte Sportchef Thomas Parits, der am Samstag Vormittag lange mit dem Ex-Sturm-Trainer geplaudert hatte.

Foda ist also die Nummer eins für die Austria. Ob es umgekehrt auch so ist, wird sich in den nächsten beiden Tagen klären. Der Deutsche verhandelt auch mit dem Bundesliga-Absteiger Kaiserslautern, bei dem er 1983 seine Profi-Karriere begonnen hatte. Daher erbat er sich Bedenkzeit. Kraetschmer betont aber: "Wir haben noch keine Eile."

Angebandelt

© Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Fakt ist, dass sich Foda schon lange mit dem Thema Austria beschäftigt hat und umgekehrt. Probleme mit dem Deutschen, der in Graz bei Sturm so ziemlich alles außer Kantinendienst erledigte, sollte es keine geben. "Ihm wird es gefallen, wenn ihm Arbeit abgenommen wird."

Freilich war ein Gesprächsthema, ob Foda seinen Assistenten Kristl mit nach Wien nehmen könnte. Daher bleibt noch offen, ob Vastic-Assistent Manfred Schmid, ein anerkannter Experte und Austrianer durch und durch, weiter seiner Tätigkeit nachgehen darf.

Ursprünglich galt Foda Austria intern als zu teuer, dies dürfte sich jetzt doch geändert haben. Immerhin müssen die Wiener ab Sommer weder Vastic, noch Vorgänger Daxbacher bezahlen.

Falls Foda absagt, beginnt die Suche von Neuem. Namen will man keine nennen. Stöger und Kogler werden aber immer wieder genannt, wobei der Innsbruck-Trainer keine guten Karten hat. Stöger hätte eine violette Vergangenheit und auch Erfolge mit der Austria (Meistertitel als Sportdirektor) und mit Wr. Neustadt (mit dieser Mannschaft nicht abzusteigen, ist ein Kunststück) nachzuweisen.

Eines soll sich jedenfalls ändern. "Wir wollen mit Offensivfußball begeistern und übernächste Saison wieder Europacup spielen." Das wird leichter, weil in der übernächsten Saison fünf statt vier Vereine für den Europacup startberechtigt sind. "Wir streben den ersten oder zweiten Platz an." Zumal man sich in der nächsten Saison ohnehin ganz auf die Liga und den Cup konzentrieren kann.

Apropos Offensivspiel. Ob die Vastic-Einstellung im Dezember ein Fehler war? "Wir würden mit dem Wissen von damals wieder so handeln. Aber wir haben im Frühjahr manche Dinge zu wenig beachtet haben." Also doch ein Schuldeingeständnis?

Neuplanung

Für die Profimannschaft soll es aus dem 18-Millionen-Budget zehn Prozent mehr geben als in der Vorsaison. Klein und Liendl werden gehen, ein Abgang von Linz wäre auch genehm. Diese Personalie wurde mit Foda ebenfalls besprochen. Interessant, dass Parits in dieser Causa in den nächsten Tagen mit Linz-Manager Fani plaudern will. Linz hatte zuvor sowohl mit Daxbacher als auch mit Vastic erhebliche Probleme. Parits: "Der Vertrag von Linz läuft noch ein Jahr. Auch dafür finden wir eine Lösung."