Schiri Ruiss vom ÖFB suspendiert
Disziplinarkommission hat nach der Kritik des Wieners ein Verfahren gegen ihn eingeleitet.
Schiedsrichter
Harald Ruiss darf nach seiner heftigen Kritik am österreichischen Schiedsrichterwesen im Moment keine Fußballspiele mehr leiten. Der 30-Jährige wurde am Montag von der ÖFB-Schiedsrichter-Disziplinarkommission darüber informiert, dass ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet worden sei. Daher ist er bis auf Weiteres suspendiert.
Ruiss kann erst gegen die Endentscheidung Protest einlegen - so lange diese nicht gefallen ist, darf er nicht mehr pfeifen. "Ein solches `Rechtsmittel` vorzusehen, gegen eine Endentscheidung `allfällig protestieren` zu können, spottet jedem Rechtsverständnis", schrieb der Wiener am Dienstag in einem an die Medien gerichteten offenen Brief und ergänzte: "Bis heute ist durch den ÖFB keine inhaltlich-argumentative Entgegnung meiner Darstellungen erfolgt. Es entsteht immer mehr der Eindruck, man möchte die unliebsame Kritik nicht thematisiert wissen."
"Beleidigung, Verspottung und Bedrohung"
Wie in dem Schreiben von Ruiss ersichtlich, werden dem Referee von der Schiedsrichter-Disziplinarkommission "unkollegiales Verhalten", "Beleidigung, Verspottung und Bedrohung" und "Unsportlichkeit" vorgeworfen.
Ruiss hatte vor einer Woche als Reaktion auf seine Rückstufung auf die "Leistungsstufe 3" (Regionalliga) scharfe Kritik unter anderem an
Johann Hantschk, dem Vorsitzenden der Schiedsrichter-Kommission, und an Schiedsrichter-Manager Fritz Stuchlik geübt.