Saisonbilanz Erste Liga
Positives, Tiefpunkte und eine offene Abstiegsfrage
Am Donnerstag hat sich die Bundesliga in die Sommerpause verabschiedet. Einen Tag später folgte Österreichs zweithöchste Spielklasse mit einem Finale, das der spannenden Saison alle Ehre machte. Eine Bilanz über die Erste Liga 2011/’12, in der noch immer Entscheidungen offen sind:
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Die Dramaturgie Jeder kann jeden schlagen. So stolperte Meister WAC/St. Andrä in der Zielgeraden über Schlusslicht Hartberg (1:4-Heimdebakel) und die abstiegsgefährdete Vienna wurde im Frühjahr den Titelanwärtern Altach und Austria Lustenau zum Verhängnis. Sowohl an der Tabellenspitze als auch im Keller blieb es bis zum Schluss spannend. Am Ende entschied nur das Torverhältnis über den fixen Klassenerhalt (Vienna) und die Relegation (FC Lustenau).
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Der Meister Mit WAC/St. Andrä hat der beständigste Klub den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Das Team von Nenad Bjelica rutschte über die gesamte Saison nie tiefer als auf Rang zwei ab. 26 Runden lang führten die Kärntner die Tabelle an, zehn Runden lag Vizemeister Altach an der Spitze.
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Die Besten Nicht nur die gewählten Spieler der Saison, Jacobo (WAC) und Torwart Kobras (Altach), sorgten für Unterhaltung. Auch Goalgetter wie Falk (WAC) und Boya (A. Lustenau) zeigten ihr Können.
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Die Derbys Durch Aufsteiger Blau-Weiß Linz wurde die Liga belebt, auch wenn drei der vier Linzer Derbys auf der Gugl mit einem Remis endeten.
MINUS
Die Ungewissheit Weil dem LASK auch in zweiter Instanz die Lizenz verweigert wurde, steht die Entscheidung über den Absteiger noch aus. Hartberg-Trainer Hörmann rechnet bereits mit einem steirischen Duell in der Relegation: "Wir freuen uns auf den GAK." Weniger groß ist die Freude beim LASK. "Das ist für uns Spieler eine schwierige Situation, man kann nichts planen", sagt Torwart Thomas Mandl.
MINUS
Die Unruhestifter Die LASK-Fans taten es ihrer Vereinsführung gleich und sorgten für Negativschlagzeilen. Gegen Grödig stürmten sie den Platz, vor dem letzten Spiel bei Meister WAC hatten die Fans bei der Anreise durch das Werfen von Knallkörpern und Sachbeschädigungen auf sich aufmerksam gemacht. Der Bus der Fans wurde zurück nach Linz eskortiert.
MINUS
Das Déjà-vu Im gesicherten Mittelfeld wolle man sich festsetzen, hatte Alfred Tatar zu Saisonbeginn angekündigt. Geworden ist es doch wieder eine Döblinger Zitterpartie. Damit es im nächsten Jahr in Wien weniger brisant wird, verkürzt der Vienna-Coach den Urlaub: "Am Montag beginne ich, mir schon Gedanken über die nächste Saison zu machen."
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