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Symbolfoto: Laut Polizeiangaben bestätigte eine Obduktion am Montag die Identität des jungen Mannes. © Bild: APA
Sport/Fußball
19.05.2012

Randale im Bus: LASK-Fans gestoppt

Die Kärntner Polizei fing einen Bus mit Linzer Schlachtenbummlern auf der Südautobahn ab. Die Fans hatten schon zuvor randaliert.

Als sogenannte Risiko-Fans waren die 72 LASK-Anhänger Freitagabend von der Kärntner Polizei bereits erwartet worden. Sie sollen einen Platzsturm geplant haben. Das Match, in dem der WAC/St. Andrä den LASK schlug, erlebten die Schlachtenbummler nicht mehr mit.

"Wegen der Ereignisse bei der Anfahrt waren wir bereits vorgewarnt", erläutert ein Kärntner Polizist. Schon auf einer Raststätte in St. Pankratz (Bezirk Kirchdorf, OÖ) hatten die LASK-Fans randaliert. Bei einer Tankstelle im steirischen Obdach lieferten sie sich Scharmützel mit Einheimischen. "Zudem beschädigten sie den Bus. Es musste geprüft werden, ob die Weiterfahrt möglich ist", berichtet Polizeisprecher Rainer Dionisio. Unter anderem hatten sie die Dachluke aus der Karosserie gerissen.

Eskalation

Auf der Südautobahn vor Wolfsberg war schließlich Endstation. Der Bus wurde zur Autobahnpolizei geleitet. Dort eskalierte nach Angaben des Chauffeurs Martin Neckstaller die Situation. "Hinter mir ging das Tor zu. Dann mussten alle einzeln zur Kontrolle aussteigen." Dabei verhielten sich die erheblich alkoholisierten Fans aggressiv und zündeten laut Polizei ihre Kleidung an. "Die tanzten auf dem Dach herum, doch das schien niemanden zu interessieren", beklagt sich der Busfahrer.

Insgesamt vier Stunden dauerte die gesamte Kontroll-Aktion. "Ich wollte die Passagiere danach eigentlich nicht mehr nach Hause mitnehmen", erzählt Neck­staller. Im Bus wurden 34 verbotene pyrotechnische Gegenstände und außerdem drei Sturmhauben gefunden. Zudem wurden 22 Straftaten geklärt und vier Verdächtige überführt, gegen die wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt ermittelt wird.

Um Mitternacht rollte der Bus dann schließlich auf der Autobahn wieder nach Linz, eskortiert von zahlreichen Polizeifahrzeugen.