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APA7964286 - 21052012 - WIEN - ÖSTERREICH: FK Austria Wien-Finanzvorstand Markus Kraetschmer und Sportvorstand Thomas Parits (r.) am Montag, 21. Mai 2012, anl. einer Pressekonferenz in Wien. APA-FOTO: HANS KLAUS TECHT © Bild: APA/HANS KLAUS TECHT
Austria-Transfers
17.05.2013

Parits: "Sind nicht verhandlungsbereit"

Das violette Management möchte die Erfolgs-Elf weitgehend beisammen halten.

Die Austria möchte sich auf dem sommerlichen Fußball-Transfermarkt defensiv verhalten. Die aktuelle Erfolgstruppe soll um fast jeden Preis zusammengehalten werden. "Wir sind nicht verhandlungsbereit, that's it", meinte Sport-Vorstand Thomas Parits am Freitag. "Unser großer Vorteil ist: Wir müssen niemanden verkaufen", erklärte auch Wirtschafts-Vorstand Markus Kraetschmer angesichts der positiven finanziellen Entwicklung in den vergangenen Jahren.

APA12596050 - 04052013 - WIEN - ÖSTERREICH: Philipp Hosiner (m./Austria) und Teamkollegen jubeln über das Tor zum 2:0 während der Tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen FK Austria Wien und SV Josko Ried am Samstag, 04. Mai 2013, in Wien. APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER © Bild: APA/HERBERT NEUBAUER
Dass heiß begehrte Erfolgsgaranten wiePhilipp Hosiner(Vertrag bis 2015) oder Markus Suttner (2016) aber dennoch wohl nur schwer zu halten sein werden, dessen ist man sich bewusst. Darum kämpfen wolle man jedoch auf jeden Fall. "Wir wollen mit der stärkst möglichen Mannschaft in die Champions-League-Qualifikation gehen", versicherte Parits, dem im Gegenzug auch jede Menge wechselbereite Kicker angeboten werden.

Parits hat die Vertragsverhandlungen mit den Spielern bewusst nach hinten hinausgeschoben, um den Fokus voll auf das mögliche Double zu richten. Erst nach dem Cupfinale am 30. Mai gegen Pasching sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Zeit am meisten drängt bei Nacer Barazite. Bis Ende Mai muss entschieden werden, ob man beim von Monaco ausgeborgten Niederländer die Kaufoption zieht.

Zuversicht

"Wir sind sehr zuversichtlich, aber sicher nicht überheblich", brachte Trainer Peter Stöger die Stimmung vor dem vor dem Heimspiel-Doppelpack am Samstag (18.30 Uhr) gegen Wr. Neustadt und am Mittwoch (20.30 Uhr) gegen Mattersburg auf den Punkt. Vier Zähler aus den Partien gegen die beiden Abstiegskandidaten reichen den Violetten in jedem Fall, um Meisterstück Nummer 24 unter Dach und Fach zu bringen.

Sollte Salzburg daheim gegen Wacker Innsbruck patzen, wäre die Entscheidung schon am Samstag möglich. "Das glaube ich aber nicht", meinte Stöger, der von Siegen beider Titelkandidaten ausgeht. Und sollte es doch schon gegen Wiener Neustadt klappen? "Dann wird aus dem VIP-Club die eine oder andere Flasche Sekt für uns übrig bleiben", sagte der 47-Jährige.

Gänsehaut-Atmosphäre

Auf großspurige Planungen für die eventuelle Party verzichten die Austrianer nämlich. Auch wenn Wirtschafts-Vorstand Markus Kraetschmer bestätigte, dass die Planungen punkto Merchandising (u.a. Meister-Shirts) und Meisterfeier auf dem Rathausplatz (28. Mai) im Hintergrund längst laufen. "Es ist unsere Aufgabe, alles vorzubereiten. Aber wir sind noch lange nicht durch", meinte Kraetschmer.

Stöger hofft, dass seine Kicker die Atmosphäre in der ausverkauften Generali Arena auch "ein Stück genießen werden". "Wir haben uns dieses Final-Doppel zu Hause hart erarbeitet. Jetzt sollten wir das genießen und fertig machen. Die Situation sollte nicht nur Ballast, sondern auch Genuss bringen", meinte der Chefcoach der Austrianer, den auch ein eventuelles "Finale" in der letzten Runde in Salzburg nicht aus der Ruhe bringen würde.

Für Stöger wäre es bereits der zehnte große Titel mit der Austria. Als Spieler war er dreimal Meister und dreimal Cupsieger, als Trainer bzw. Sportdirektor einmal Meister und zweimal Cupsieger. "Wenn es gelingen würde, wäre es sicher mein schönster Titel", stellte Stöger klar und begründete die besonders hohe Wertigkeit so: "Weil die Mannschaft eine unglaubliche Saison spielt und weil es überraschend kommen würde. Und wenn etwas nicht leicht gegangen ist, dann ist es immer etwas Besonderes."

Kein Kontakt

Amüsiert reagierte Stöger auf Gerüchte aus Deutschland, wonach er die Nachfolge von Thomas Schaaf bei Werder Bremen antreten soll. "Ich fühle mich geehrt, dass ein österreichischer Trainer bei Werder Bremen ins Spiel gebracht wird. Aber es hat keinen Kontakt gegeben, für mich ist da nichts dran", erklärte Stöger.

Dass im Gegenzug Schaaf bei den Salzburgern als Nachfolger von Roger Schmidt gehandelt wird, kommentierte Stöger nur knapp: "Es gibt viele Sachen, die mich nicht interessieren. Aber das interessiert mich gar nicht."