Sport/Fußball

Almer wählte bewusst die 2. Liga

Robert Almer hat in der vergangenen Saison öfter für das Nationalteam als für seinen Klub Düsseldorf gespielt. Eine außergewöhnliche Bilanz, die nur auf der Position des Tormanns möglich ist.

Um das Vertrauen von Teamchef Marcel Koller nicht noch länger strapazieren zu müssen, gab es für den Teamtormann bei der Klubsuche eine klare Vorgabe: „Es war für den Teamchef nicht einfach, auf mich zu bauen. Das Wichtigste war daher, als klare Nummer eins verpflichtet zu werden.“ Manager Thomas Böhm verhandelte mehrere Optionen aus. „Es hat interessante Anfragen gegeben von Vereinen, bei denen nicht klar war, wer dann spielen wird. Das wollte ich nicht mehr riskieren“, erklärt Almer, der sich für den deutschen Zweitligisten Energie Cottbus entschied, wo ein Nachfolger für Stammgoalie Kirschbaum (wechselt nach Stuttgart) gesucht wurde.

Die Energie in Cottbus überzeugte den 29-Jährigen: „Der Sportchef hat klargestellt, wie sehr sie mich wollen. Dann hat Trainer Bommer öfter angerufen. Das sind die besten Voraussetzungen, um eine volle Saison durchzuspielen.“ Nur die Treffen mit dem engen Freund und Teamkapitän Christian Fuchs von Schalke in Düsseldorf sind nicht mehr möglich: „Wir werden uns auf die Skype-Telefonie beschränken müssen.“

Lausitz und Samba

Zu den Gerüchten über ein mögliches Engagement bei Rapid stellt der Ex-Austrianer klar: „Es hat keine Anfrage gegeben. Es gab nicht einmal einen Kontakt mit mir.“ Nur die Familie lebte zuletzt wieder in Österreich. „Jetzt begleiten sie mich nach Cottbus. Wir suchen ein Haus mit Garten.“ Der Vertrag läuft über zwei Saisonen, es gibt aber eine Ausstiegsklausel für eine fixe Ablöse.

Führt die Reise von der Lausitz im Osten Deutschlands direkt nach Brasilien zur WM? „Das ist noch ein weiter Weg. Wir müssen in den restlichen vier Partien immer an die Grenze gehen. Und dann wartet noch das Play-off. Aber wir können es schaffen.“